16.09.2015
Pakistan: Christen bitten um Asyl in Europa
„Nicht reich genug, um Schmuggler zu bezahlen“
Lahore (idea) – Der Vorsitzende der Organisation „Pakistanischer Christlicher Kongress“, Nazir Bhatti (Lahore), hat an die politisch Verantwortlichen der westlichen Welt appelliert, ihre Tore für christliche Flüchtlinge aus seinem Land zu öffnen. In einem Brief an die Staats- und Regierungschefs mehrerer EU-Mitgliedstaaten schrieb er: „Tausende von pakistanischen christlichen Asylbewerbern sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, sondern wegen ihrer Religion Verfolgte, die nicht reich genug sind, Schmugglern große Beträge an Geld zu zahlen, um Europas Grenzen zu erreichen.“ Viele pakistanische Christen seien deswegen in die südostasiatischen Länder Sri Lanka, Malaysia und Thailand geflüchtet. Dort dauere es aber teilweise Jahre, bis das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) über die Fälle entscheide und damit sichergestellt sei, dass die Christen nicht abgeschoben werden. Von den rund 174 Millionen Einwohnern Pakistans sind etwa 95 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen sowie zwei Prozent Hindus und der Rest Sikhs, Buddhisten und Anhänger anderer Religionen.