17.09.2015

IS: El Kaida fordert zur Zusammenarbeit mit IS auf

In Syrien bekriegen sich beide Terrororganisationen

IS: El Kaida fordert zur Zusammenarbeit mit IS auf

In Syrien bekriegen sich beide Terrororganisationen

Damaskus (idea) – Der Führer des Terrornetzwerks El Kaida, Ayman al-Zawahiri, hat sich für eine Kooperation mit der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) ausgesprochen. „Wir müssen jetzt den Krieg in die Herzen der Kreuzfahrer-Städte des Westens tragen – besonders nach Amerika“, sagte al-Zawahiri in einer im Internet verbreiteten Botschaft. Eine Allianz mit dem IS sei nötig, „um die Attacken der Feinde des Islams zurückzuschlagen“. In der Vergangenheit hatte al-Zawahiri dem IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi vorgeworfen, die muslimische Bewegung zu spalten.

El Kaida hat sich dezentralisiert

Das parteiunabhängige „Institut für Kriegsstudien“ (Washington) sieht die Entwicklung mit Sorge: „Taktische Kooperationen zwischen IS und El Kaida sind ein gefährliches Szenario, das zu einem neuen Aufflammen des globalen Terrorismus gegen westliche Ziele führen könnte“, heißt es in einer Erklärung. Seit den von El Kaida begangenen Anschlägen vom 11. September und dem Einmarsch westlicher Truppen in Afghanistan hat sich die Organisation, die am Hindukusch ihre Hauptbasis hatte, auch in Syrien, Somalia und in weiteren afrikanischen Staaten ausgebreitet. Die Islamisten treten dort unter dem Namen Al-Shabaab auf. Sie hatten am 2. April sechs Schlafsäle der Universität von Garissa in Zentralkenia gestürmt und die Studenten gefragt, wer von ihnen Christ sei. Wer sich dazu bekannte, wurde erschossen. 148 Studenten – 142 von ihnen Christen – kamen bei dem Massaker ums Leben.