21.09.2015

Deutschland: Demonstrieren für Religionsfreiheit

Volker Kauder sprach in Augsburg bei Kundgebung für verfolgte Christen vor mehr als 1000 Bürger

Deutschland: Demonstrieren für Religionsfreiheit

Volker Kauder sprach in Augsburg bei Kundgebung für verfolgte Christen vor mehr als 1000 Bürger

Augsburg (idea) – Evangelische, katholische und orthodoxe Christen haben in Augsburg für Religionsfreiheit demonstriert. Vor mehr als 1000 Bürgern beklagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, dass weltweit Tausende wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet würden. Er kam direkt aus New York von einem internationalen Parlamentariertreffen, das sich mit dem Thema Glaubensfreiheit beschäftigte. Der Politiker forderte mehr Hilfen für bedrohte Menschen in ihrer Heimat. Auf Dauer sei es nicht möglich, mit Ländern zusammenzuarbeiten, die die Religionsfreiheit nicht garantierten. Kauder warb um Verständnis dafür, dass Menschen überall ihren Glauben unbehelligt praktizieren wollten: „Christen in aller Welt würden viel dafür geben, mit so vielen Gleichgesinnten auf einem Platz zu stehen, ohne Angst haben zu müssen, von einer Bombe getroffen oder umgebracht zu werden.“ Der Nahostreferent des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, Andrzej Halemba (München), sagte, die meisten Menschen, die gegenwärtig mit den Flüchtlingsströmen nach Europa kämen, liebten ihre Heimat: „Sie wollen bleiben. Sie wollen Frieden. Sie wollen ihr Land nicht verlassen. Aber welche Zukunft haben sie dort?“ Zu der Kundgebung mit dem Motto „Glaube braucht Bekenntnis – verfolgte Christen brauchen Hilfe“ hatten mehrere Organisationen eingeladen, darunter die Evangelische Allianz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das Evangelisch-Lutherische Dekanat, die katholische Diözese, die Syrisch-Orthodoxe Kirche und der Assyrische Mesopotamien-Verein. Als Schirmherr amtierte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU).