27.09.2015

Kanada: Jüdischer Unternehmer kauft Sex-Sklavinnen frei

Der Kanadier Steve Maman: Man muss diesen armen Mädchen einfach helfen

Kanada: Jüdischer Unternehmer kauft Sex-Sklavinnen frei

Der Kanadier Steve Maman: Man muss diesen armen Mädchen einfach helfen

Berlin/Mossul (idea) – Ein jüdischer Unternehmer in Kanada hat bisher 134 Sex-Sklavinnen aus der Hand der Terrororganisation „Islamischer Staat“ freigekauft: der 42-jährige Steve Maman. Er gründete 2014 die Hilfsorganisation „Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak“. Für die Freilassung der teilweise erst sechs- und siebenjährigen Mädchen zahlt die Hilfsorganisation laut Maman zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar, so „Bild am Sonntag“ (Berlin). Das sind umgerechnet etwa 1.800 bis 2.700 Euro. Maman handelt mit edlen Oldtimern. Seine Geschäfte führten den Unternehmer immer wieder in den Nahen Osten. Dort lernte er den anglikanischen Priester Andrew White kennen. „White ist im Irak extrem gut vernetzt. Diese Verbindungen und Kontakte haben mir später sehr viel geholfen“, sagte Maman der Zeitung. Nach seinen Worten fragen Kontaktpersonen seiner Organisation Männer in der vom IS beherrschten nordirakischen Stadt Mossul, unter welchen Bedingungen sie ihre Sex-Sklavinnen freilassen würden: „Wenn es zu einem Geschäft kommt, werden die Mädchen an die Stadtgrenze gefahren und dort an unsere Mitarbeiter übergeben.“ Man überprüfe ihre Identität und bringe sie zurück zu ihren Familien, von denen die meisten in Flüchtlingslagern im Nordirak lebten. Kritikern, die dem Unternehmer vorwerfen, mit dem Freikauf indirekt den IS zu unterstützen, hält Maman entgegen: „Die Terroristen verdienen allein mit dem Ölverkauf Milliarden Dollar. Da spielt mein Geld doch überhaupt keine Rolle. Man muss diesen armen Mädchen einfach helfen.“ Er verweist ferner auf eine jüdische Lebensregel: „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Es gehe dabei nicht um jüdische, christliche oder muslimische Leben: „Es geht ganz einfach um das Leben jedes Menschen.“