26.11.2019

Kamerun: Junge wollte nicht "Kindersoldat" werden

Boko Haram tötet kamerunischen christlichen Jungen, weil er sich der Entführung widersetzt hat, um "Kindersoldat" zu werden.

(AKREF) Ein christlicher Schuljunge, der wohl zwölf Jahre alt war, wurde von Boko Haram Soldaten zu Tode gehackt, als er sich dem Versuch der militanten Islamisten widersetzte. Sie wollten ihn als "Kindersoldat" bei einer Razzia im Bezirk Tourou, Far North Cameroon, am 19. November entführen. Der Junge und seine Mutter waren aus ihrem Haus geflohen, als die Militanten in das Dorf kamen und Häuser plünderten.

Die in der Region tätigen Boko Haram-Militanten sind dafür bekannt, männliche Kinder und Jugendliche zu fangen, um sie zu zwingen, sich zu Kindersoldaten auszubilden. Es wird angenommen, dass der Junge auf der Stelle getötet wurde, als er sich weigerte, weil er wusste, dass er gezwungen sein würde, sich der Terrorgruppe anzuschließen und für sie zu kämpfen.

Barnabasfund berichtet weiter: Unser Kontakt, ein lokaler Pastor, bat um Gebete und sagte: "Ich bin jetzt müde und weiß nicht, wie ich ihnen in ihrem Trauma helfen soll. Betet für mich, denn ich besuche immer unsere Brüder in Christus, wenn solche Angriffe passieren."

Bei einem anderen Fall wurden der pensionierter Pionierpastor David Mokoni und ein hörgeschädigter christlicher Junge getötet, als Boko Haram-Militanten am 6. November in einer der letzten Flut von mindestens vier brutalen Angriffen und eine Kirche in Moskota in Nordkamerun, angriffen.

Ein weiterer Junge, 15 Jahre alt, starb, als Militante seinen Schädel mit einer Axt spalteten, als er am 31. Oktober im Dorf Kotserehé schlief und die Boko Haram das Massaker vollzog.

Boko Haram hat seine Angriffe auf christliche Dörfer in Nordkamerun verstärkt, um ein islamisches Kalifat vom Nordosten Nigerias bis nach Nordkamerun zu etablieren. Die UNO schätzt, dass mehr als 170.000 Kameruner, hauptsächlich Christen, durch Boko Haram zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen wurden.

Quelle: Kontakte des Barnabas Fund

siehe auch AKREF vom 25.11.19