12.11.2024
Malaysia: Berufungsgericht annulliert drei einseitige Konversionen zum Islam
International Christian Concern - Die Regierung des malaysischen Bundesstaates Perlis hat ein gerichtliches Verfahren eingeleitet, um eine Entscheidung des Bundesgerichts aufzuheben, die die einseitige Konversion der drei Kinder von Loh Siew Hong zum Islam verhindert hatte.
Shamsher Singh Thind, ein Anwalt, der Loh vertritt, bestätigte, dass die Regierung des Bundesstaates am 28. November 2023 einen Antrag auf Überprüfung gestellt hat. Für den 29. November ist eine Anhörung vor Senior Assistant Registrar Wan Norazimin Kassin angesetzt.
In ihrer Mitteilung argumentiert die Regierung von Perlis, dass ihr Recht auf Anhörung während des Verfahrens vor dem Bundesgerichtshof beeinträchtigt wurde, da ihre rechtlichen Argumente angeblich nicht berücksichtigt wurden.
Das Bundesgericht hatte zuvor ein Urteil aus dem Jahr 2018 bestätigt, das die einseitige Konvertierung minderjähriger Kinder für verfassungswidrig erklärte. Im Mai 2023 wies das Gericht einen Versuch der Regierung von Perlis und des Perlis Islamic Religious and Malay Customs Council (MAIPs) zurück, dieses Urteil anzufechten.
Der Oberste Richter Tengku Maimun Tuan Mat bekräftigte den Grundsatz, dass beide Elternteile der religiösen Konversion eines minderjährigen Kindes zustimmen müssen, wie in Artikel 12 Absatz 4 der Bundesverfassung festgelegt.
Die Kinder von Loh Siew Hong waren 2020 in Perlis einseitig von ihrem Ex-Mann Muhammad Nagahswaran Muniandy zum Islam konvertiert worden. Sie reichte daraufhin eine Klage gegen die Konversion ein und argumentierte, dass das entsprechende staatliche Gesetz verfassungswidrig sei.
Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org
Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF