06.04.2025

China: Kommunistische Regierungspartei verbietet formell missionarische Aktivitäten

Neue Vorschriften, die diese Woche von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) veröffentlicht wurden, sehen strenge Beschränkungen für missionarische Aktivitäten im Land vor, wie die staatlichen chinesischen Medien und Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas berichten.

Die Vorschriften, die am 1. Mai in Kraft treten, verbieten es Ausländern, ohne offizielle Genehmigung der Regierung zu predigen, ihren Glauben weiterzugeben oder religiöse Organisationen zu gründen.

Die chinesischen Staatsmedien begründeten diese Vorschriften damit, dass die neu überarbeiteten Regeln die nationale Sicherheit fördern - eine gängige Rechtfertigung für die Religionsverfolgung durch die KPCh - und dazu beitragen, „normale religiöse Aktivitäten“ zu schützen, was sich auf Aktivitäten bezieht, die unter strenger staatlicher Aufsicht als Teil staatlicher religiöser Einrichtungen durchgeführt werden.

Die KPCh betrachtet unabhängige religiöse Aktivitäten seit langem mit Misstrauen und argumentiert, dass religiöse Loyalität im Widerspruch zu der von der Kommunistischen Partei geforderten absoluten Loyalität steht. Die Regierung bezeichnet unabhängige religiöse Aktivitäten als sektiererisch und extremistisch, ungeachtet ihrer theologischen Wurzeln, und verlangt, dass alle christlichen religiösen Aktivitäten innerhalb der Grenzen der staatlich geführten Kirchen stattfinden.

Die protestantische Drei-Selbst-Kirche und die Chinesische Katholische Patriotische Vereinigung sind prominente Beispiele für diese staatlich gelenkten Institutionen. Sie arbeiten daran, die Propaganda der KPCh und den Personenkult um Staatspräsident Xi Jinping durch Lieder, Predigten und Gemeindeveranstaltungen zu fördern.

Unabhängige Hauskirchen, die außerhalb des staatlich geförderten Systems agieren, werden häufig überfallen und ihre Mitglieder werden unter dem Vorwurf verhaftet, gegen die Interessen des Staates zu arbeiten.

 

 

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org

Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF