08.04.2025
China: Neue Vorschriften gegen Missionstätigkeiten
Das sind die neuesten Beschränkungen, die die Kommunistische Partei Chinas erlassen hat
Peking (IDEA) – Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hat neue Vorschriften erlassen, die missionarische Tätigkeiten im Land weiter einschränken. Das berichtet die christliche Organisation „International Christian Concern“ (ICC/Washington) unter Berufung auf staatliche Medien in China und Vertreter der KPC. Ab dem 1. Mai ist es Ausländern verboten, ohne offizielle Genehmigung der Regierung zu predigen, ihren Glauben weiterzugeben oder religiöse Organisationen zu gründen. Damit solle die nationale Sicherheit erhöht werden, heißt es in den Staatsmedien als Begründung. Die KPC schränkt seit Jahren die Freiheit von Christen und anderen Religionsgemeinschaften immer stärker ein. ICC verwies in diesem Zusammenhang auf einen Bericht der chinesischen Regierung von Anfang 2025, in dem sie sich mit der verstärkten Verfolgung unabhängiger religiöser Gruppen im Jahr 2024 brüstete. Wie das überkonfessionelle Hilfswerk „Open Doors“ anlässlich der Veröffentlichung ihres jüngsten Weltverfolgungsindex (WVI) im Januar berichtete, setzt das atheistische Regime der Volksrepublik die Christen zunehmend unter Druck. Strikte ideologische Vorgaben würden mit einer engmaschigen Überwachung durchgesetzt. Aufgrund dieser Entwicklungen verschlechterte sich China im WVI von Platz 19 auf Rang 15 der Länder, die Christen am stärksten verfolgen. Offiziell erkennt die KPC nur die staatlich gelenkte protestantische Drei-Selbst-Kirche und die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung an. Die KPC fordert von allen Religionsgemeinschaften die Verbreitung der kommunistischen Propaganda und den Personenkult um Staatspräsident Xi Jinping durch Lieder, Predigten und Gemeindeveranstaltungen. In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen.