10.04.2025

Nigeria: Bewaffnete töten 40 Christen

Darstellung als Zusammenstöße zwischen Bauern und Hirten zurückgewiesen

IIRF-D/BA/Tübingen/10.04.25 - Bei Angriffen auf mehrere Gemeinden im nigerianischen Bundesstaat Plateau am 2. April wurden mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 1.000 vertrieben.

Die Angriffe richteten sich gegen die Dörfer Hurti, Josho und Daffo sowie andere Gemeinden im Verwaltungsbezirk Bokkos.

Die Angreifer kamen Berichten zufolge auf Motorrädern und führten koordinierte Angriffe durch, bei denen sie Eigentum plünderten und zerstörten.

Maren Aradong, der Dorfvorsteher von Hurti, bestätigte, dass die Angreifer 383 Häuser niedergebrannt und Lebensmittel und andere Gegenstände gestohlen hätten. Er lobte die rasche Reaktion der staatlichen Behörden und Sicherheitskräfte, forderte jedoch einen verstärkten Einsatz, um weitere Gewalt zu verhindern.

Caleb Mutfwang, Gouverneur des Bundesstaates Plateau, bezeichnete die Vorfälle als „koordinierte Kriminalität, die von Konfliktunternehmern gefördert wird“, und wies die Darstellung von Zusammenstößen zwischen Bauern und Hirten zurück.

Solomon Dalung, ehemaliger Minister für Jugend und Sport in der nigerianischen Bundesregierung, verurteilte die Morde in der LGA Bokkos ebenfalls als Akte des „Terrorismus“ und des „Völkermords“.

Schätzungsweise 45.000 Christen im Norden und im Mittleren Gürtel Nigerias wurden seit 2009 bei islamistischer Gewalt getötet. Drei Männer wurden am 23. März im Bundesstaat Plateau von mutmaßlichen Fulani-Islamisten getötet.

https://www.barnabasaid.org/de/news/gunmen-kill-40-christians-in-plateau-state-nigeria/