19.08.2025

Deutschland: FDP kritisiert geplante DITIB-Zentralmoschee

Wuppertal: Stadt soll Unterstützung für das Bauprojekt einstellen

Wuppertal (IDEA) – Die FDP Wuppertal kritisiert den geplanten Bau einer neuen Zentralmoschee der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) in der Stadt. Das geht aus dem Wahlprogramm der Partei für die nordrhein-westfälische Kommunalwahl am 14. September hervor. Hintergrund: DITIB plant einen Neubau, der Platz für bis zu 700 Besucher bieten soll. Im Erdgeschoss sind ein Café und ein Kulturbereich geplant. Der aktuelle Entwurf sieht den Anbau eines stilisierten, nicht nutzbaren Minaretts vor. Die neue Moschee soll auf einem 6.000 Quadratmeter großen Areal im Stadtteil Elberfeld entstehen. Auf dem Gelände plant DITIB außerdem den Bau eines Kindergartens, eines zweistöckigen Vereinshauses sowie von Wohn- und Bürogebäuden. Auf dem Gelände stehen zurzeit noch mehrere Häuser und eine ehemalige Tankstelle. Im März 2023 hatte sich der Wuppertaler Stadtrat für die Errichtung des Neubaus ausgesprochen.

Neubewertung wegen Nähe zur Hamas

Im Wahlprogramm der FDP heißt es dazu, nach dem brutalen Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sei eine Neubewertung der Unterstützung des geplanten Moscheebaus nötig. „Es ist bekannt, dass die Türkei unter der Regierung Erdogan zunehmend Verbindungen zur Hamas pflegt und diese unterstützt. Die DITIB, als verlängerter Arm des türkischen Staates, hat es bisher versäumt, sich klar und deutlich von der Hamas und dem Vorgehen der türkischen Regierung zu distanzieren“, heißt es in dem Text. Insbsondere die Wuppertaler DITIB-Vertretung habe keine eindeutige Stellungnahme abgegeben, die diese ideologische Nähe verurteile. „Unter diesen Umständen ist es unverantwortlich, das Projekt weiter zu unterstützen“, so das Wahlprogramm.