02.01.2025
USA: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen
Nach Anschlag von New Orleans: Der Attentäter führte eine Fahne des „Islamischen Staates“ mit sich
New Orleans/Las Vegas (IDEA) – Nach dem Anschlag in New Orleans in der Silvesternacht ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 15 gestiegen. Der mutmaßliche Täter, ein 42-jähriger Ex-US-Soldat namens Shamsud-Din Jabbar, war mit seinem Pick-up-Truck (US-Geländewagen mit großer Ladefläche) in eine Menschenmenge gerast und hatte sich im Anschluss ein Feuergefecht mit der Polizei geliefert, bei dem er selbst erschossen und zwei Polizisten getötet wurden. Medienberichten zufolge wehte an seinem Geländewagen eine Flagge der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Auf Fotos des Fahrzeugs nach dem Anschlag ist eine Fahnenstange mit einem schwarzen Stoff zu sehen. Es ist bereits der zweite Anschlag innerhalb von zwei Wochen, bei dem ein Auto als Tatwaffe genutzt wurde. Am 20. Dezember war der aus Saudi-Arabien stammende Taleb al-Abdulmohsen mit seinem Fahrzeug durch eine Menschenmenge auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Fünf Menschen starben, mehr als 200 wurden teilweise schwer verletzt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern noch an.
US-Präsident: Attentäter bekundete Sympathien für den „Islamischen Staat“
Der scheidende US-Präsident Joe Biden äußerte sich noch am Abend des 1. Januar bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu den Hintergründen des Anschlags von New Orleans. Das FBI habe ihm mitgeteilt, dass der Täter US-amerikanischer Staatsbürger und in Texas geboren worden sei. Demnach hatte er zudem zeitweise als Soldat gedient. Wenige Stunden vor dem Anschlag habe er in den Sozialen Medien Videos veröffentlicht, in denen er seine Sympathien für den IS bekundet habe. Zudem hätten die Polizisten in seinem Geländewagen eine Flagge der Terrormiliz gefunden und Sprengstoff gefunden.
Zweiter Anschlag in Las Vegas
Bisher ist laut Biden allerdings noch unklar, ob der Anschlag in New Orleans mit einer Explosion in Las Vegas in Verbindung steht. Dort war am 1. Januar ein Cybertruck der Firma Tesla vor einem Hotel des designierten US-Präsidenten Donald Trump in die Luft geflogen. Dabei starb nach bisherigen Erkenntnissen der mutmaßliche Attentäter Matthew Livelsberger im Inneren des Fahrzeugs, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Nach einem Bericht des Lokalsenders „Denver7“ soll Livelsberger als Soldat auf derselben Basis wie Jabbar stationiert gewesen sein. Tesla-Chef Elon Musk schrieb auf X (vormals Twitter), dass die Explosion nichts mit dem Fahrzeug selbst zu tun hatte, sondern „durch einen sehr großen Feuerwerkskörper und/oder eine Bombe auf der Ladefläche des gemieteten Cybertrucks“ verursacht worden sei.
Trump: Die Sicherheitsbehörden sollten die Bürger schützen
Trump kritisierte auf seinem eigenen sozialen Netzwerk „Truth Social“, dass die zuständigen Sicherheitsbehörden „ihre Arbeit nicht gemacht“ hätten. Das gelte sowohl für das Justizministerium und die Staatsanwälte als auch für das FBI. Sie seien „inkompetent und korrupt“ und hätten all ihre wachen Stunden damit verbracht, ihn unrechtmäßig anzugreifen, „anstatt sich darauf zu konzentrieren, die Amerikaner vor dem äußeren und inneren gewalttätigen Abschaum zu schützen“, der die Nation infiltriert habe. Die Demokraten sollten sich dafür schämen, „dass sie es zulassen, dass dies mit unserem Land geschieht“. Die nationale Sicherheit und Demokratie würden ausgehöhlt. „Nur Stärke und eine starke Führung können dies aufhalten.“
Franklin Graham: Immer auf die Begegnung mit Gott vorbereitet sein
Der Evangelist Franklin Graham (Charlotte/US-Bundesstaat North Carolina) betonte in einem Beitrag auf X, dass das Böse im Herzen des Menschen lauere und ihn in der Welt umgebe. „Ob es sich nun um Terrorismus handelt oder nicht, das Problem ist das menschliche Herz.“ Der tragische Vorfall erinnere daran, wie „wichtig es für jeden von uns ist, bereit zu sein, vor Gott zu stehen. Niemand von uns weiß, wann wir in einen Strudel von Gewalt und Bösem geraten und unser Leben auf dieser Erde zu Ende geht. Die einzige Hoffnung für uns alle ist, dass wir unsere Sünden bereuen und unseren Glauben und unser Vertrauen in Jesus Christus setzen.“ Graham rief zudem zum Gebet für die Opfer und deren Angehörige auf.