01.07.2025
Iran: Christliche Konvertitin nach 15 Monaten Haft freigelassen
IIRF-D/BA/Tübingen/01.07.25 - Laleh Saati, eine iranische Christin, die vom Islam konvertiert war, wurde nach Verbüßung von 15 Monaten ihrer zweijährigen Haftstrafe freigelassen.
Die 46-jährige Laleh wurde wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit durch Verbindungen zu ‚zionistischen‘ christlichen Organisationen“ verurteilt, nachdem sie im Februar 2024 verhaftet worden war. Sie wurde am 31. Mai aus dem Evin-Gefängnis in Teheran entlassen.
Ihre Freilassung ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass sie keinen Kontakt zu den Medien aufnimmt und keine Kontakte ins Ausland pflegt. Außerdem darf sie zwei Jahre lang nicht aus dem Iran ausreisen, ein Verbot, das mit ihrer Freilassung in Kraft getreten ist.
Laleh lebte einige Zeit in Malaysia, wo sie getauft wurde. Aufgrund des langwierigen Asylverfahrens und um sich um ihre alten Eltern im Iran zu kümmern, kehrte sie 2017 in den Iran zurück.
Bei ihrer Rückkehr fanden Geheimdienstmitarbeiter auf ihrem Mobiltelefon Beweise für ihre angeblichen Handlungen gegen die nationale Sicherheit, darunter die Beteiligung an „Hauskirchen“ im Iran und Aufnahmen von christlichen Aktivitäten in Malaysia, darunter auch ihre Taufe.
Da farsi (persisch) sprechende Christen vom Islam konvertiert sind, werden sie nach islamischem Recht als Abtrünnige bestraft. Im Gegensatz zu den historischen armenisch- und assyrischsprachigen christlichen Gemeinschaften ist es ihnen nicht gestattet, Gottesdienste abzuhalten oder frei zu beten.
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