05.07.2025
Iran: Israel greift das Evin-Gefängnis an, das für die Folterung von Christen berüchtigt ist
International Christian Concern - Ein Gefängnis in Teheran, das dafür berüchtigt ist, christliche und andere religiöse Gefangene zu beherbergen, ist in das Kreuzfeuer des andauernden Konflikts zwischen Israel und Iran geraten.
Mindestens 71 Menschen wurden bei einem Angriff auf das Evin-Gefängnis Anfang letzter Woche getötet. Mindestens ein Christ ist direkt von den Angriffen betroffen, aber es liegen keine weiteren Einzelheiten vor.
Nach dem Angriff wurden Busladungen von Gefangenen in andere Einrichtungen verlegt. Mindestens sechs dieser Gefangenen sind Christen, die wegen ihres Glaubens inhaftiert wurden.
Unter den Verlegten war auch Mina Khajavi, eine 60-jährige Christin, die eine sechsjährige Haftstrafe verbüßt, nachdem sie im Juni 2020 im Rahmen einer Reihe von koordinierten Razzien gegen iranische Hauskirchen verhaftet worden war. Im Evin-Gefängnis verweigerten die Behörden Khajavi die medizinische Behandlung ihrer Arthritis und eines gebrochenen Knöchels, den sie sich kurz vor ihrer Inhaftierung bei einem Autounfall zugezogen hatte.
Die israelischen Verteidigungskräfte gaben bekannt, dass sie das Evin-Gefängnis ins Visier genommen haben, und bezeichneten es als „Symbol der Unterdrückung für das iranische Gefängnis“.
Das Evin-Gefängnis, das weithin als „Folterfabrik“ und „Hölle auf Erden“ bezeichnet wird, beherbergt etwa 60 % der im Iran inhaftierten Christen. Die Gefangenen, die im Evin-Gefängnis eingekerkert sind, leben unter miserablen Bedingungen. Die Abteilungen sind überfüllt und es fehlt an allem Notwendigen. Laut einem vom Vereinigten Königreich veröffentlichten Bericht haben die Insassen von mehr als 70 Arten von Folter berichtet.
Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org
Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF