07.07.2025

Iran: Menschenrechtler - Zahl der Hinrichtungen drastisch gestiegen

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte legt Tätigkeitsbericht 2024 vor

Frankfurt am Main (IDEA) – Im Iran ist die Zahl der Hinrichtungen drastisch gestiegen. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2024 der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main) hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr mindestens 883 Menschen in iranischen Gefängnissen getötet. Das entspreche einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni verletze das Mullah-Regime zudem „Menschenrechte in bisher nicht gekannter Intensität“, erklärte die Menschenrechtsorganisation auf ihrer Internetseite. So seien in den vergangenen Wochen rund 1.300 Menschen wegen unklarer Vorwürfe wie „Störung der nationalen Sicherheit“ oder „Unterstützung Israels durch Beiträge in sozialen Medien“ verhaftet worden. Da das iranische Parlament Ende Juni ein Gesetz verabschiedet habe, das die Todesstrafe für eine Unterstützung Israels oder der USA vorsehe, schwebten viele der Verhafteten in akuter Lebensgefahr. Während der zwölftägigen Auseinandersetzungen nach dem israelischen Präventivschlag habe der Iran bereits sechs politische Gefangene unter dem Vorwurf der Spionage für Israel hingerichtet.