07.07.2025

Russland/Sibirien: Transformation im Eis

(AVC) Ganz oben im Norden, dort wo Eisbären durch die Straßen streifen, konnte AVC Gemeinden gründen. Hoffnung an einem Ort, an dem sonst kaum Leben zu finden ist.

Unser Team ist derzeit unterwegs in Sibirien. Es ist Sommer und sie müssen mit großen Amphibienfahrzeugen durch ausgedehnte Sümpfe fahren. Die Entfernungen in der Tundra sind enorm: Oft liegt das nächste Dorf mehr als 400 Kilometer entfernt. Anfang dieses Jahres brach mitten im Eis eine Radachse eines der Fahrzeuge. Dank schnellen und fachkundigen Eingreifens konnte die Reparatur jedoch zügig erfolgen, sodass das Team den Polarkreis erreichte. Ihr Ziel liegt noch weiter im Norden, fernab jeglicher Zivilisation.

In dieser abgelegenen Region leben über 50 kleine Volksgruppen, von denen manche nur noch etwa 200 Menschen zählen. Es gibt keinerlei Infrastruktur: Kein Netz, keinen Strom, keine Ärzte und keine Polizei. Eskalierende Konflikte können hier tödlich enden, und wer bei Minusgraden von bis zu minus 52 Grad im Freien einschläft, hat kaum Überlebenschancen. Alkoholismus und Hoffnungslosigkeit sind weit verbreitet.

Besonders bewegend ist die Erkenntnis, dass in manchen Volksgruppen das Konzept von Familie oder Ehe kaum existiert. Gerade dort, wo Zusammenhalt überlebenswichtig wäre, herrscht oft das Gegenteil: Jeder ist sich selbst der Nächste.

Trotz dieser schwierigen Lebensumstände motivieren uns die Begegnungen vor Ort. Wir sind überzeugt, dass das Evangelium eine tiefgreifende, transformierende Kraft besitzt. Die Gemeinden, die wir gründen, sind Teil der Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen und bieten Perspektiven für ein besseres Leben. Noch bedeutender als der soziale Zusammenhalt ist dabei der geistliche Aspekt. Deshalb sind wir auf Ihre Unterstützung im Gebet angewiesen.

Wir beten ...

... um Schutz und Kraft für die Teams auf den weiten Reisen,

... um Zugang zu den kleinen Volksgruppen,
... dass viele Menschen Jesus kennenlernen und neue Gemeinden wachsen.