17.07.2025
Deutschland: Denkmal für verfolgte Christen in Paderborn geplant
Stadtrat unterstützt Initiative von Migrantengemeinden
Paderborn (IDEA) – In Paderborn soll ein Denkmal für verfolgte Christen entstehen. Laut einem Bericht der Zeitung „Westfalen-Blatt“ stimmte der Stadtrat einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion zu. Mit dem Beschluss beauftragte er außerdem die Stadtverwaltung, einen geeigneten Standort zu suchen. Die Initiative für die Errichtung des Denkmals sei von christlichen Migrantengemeinden ausgegangen, deren Mitglieder in ihrer Heimat Verfolgung erlebt hätten, erklärte der CDU-Ratsherr Karsten Grabenstroer. Als Beispiel nannte er syrisch-orthodoxe Christen, Armenier und Pontosgriechen. Es gehe darum, diesen Menschen einen Ort zu geben, an dem sie der eigenen Geschichte und der andauernden Verfolgung gedenken könnten. Insgesamt werde die Initiative von mehreren tausend in Paderborn lebenden Familien unterstützt. In der Debatte sprach sich der Vertreter der SPD-Fraktion, Martin Pantke, gegen die Errichtung des Denkmals aus. Zur Begründung erklärte er, keine Religion sei „exklusiv nur Opfer von Verfolgung“. So habe es im Bosnienkrieg Massaker an Muslimen gegeben, die von Teilen der bosnisch-orthodoxen Kirche angezettelt worden seien. Wenn, dann brauche es einen Gedenkort für alle Opfer von religiösem Fanatismus. Bei der Abstimmung stimmten die Fraktionen von CDU, FDP und der Wählergemeinschaft „FÜR Paderborn“ sowie Vertreter der Grünen und Linken für den Antrag. Die SPD stimmte dagegen, die AfD-Fraktion enthielt sich.