18.07.2025
Thailand: Sexskandal erschüttert Buddhismus
Frau hatte Geschlechtsverkehr mit Mönchen und erpresste sie
Bangkok (IDEA) – Ein Sexskandal erschüttert den Buddhismus in Thailand. Die Polizei nahm eine Frau fest, die Geschlechtsverkehr mit zahlreichen Mönchen hatte und diese dann mit Fotos und Videos erpresst haben soll, berichtete die katholische Nachrichtenagentur UCA News. Buddhistische Mönche sind zur sexuellen Enthaltsamkeit verpflichtet. Nach Polizeiangaben wurden über 80.000 Fotos und Videos auf dem Mobiltelefon der Frau gefunden, die sie zum Teil beim Sex mit Mönchen zeigen. Laut der Tageszeitung „Bangkok Post“ stehen 15 Mönche im Verdacht, jahrelange Beziehungen zu der 35-Jährigen unterhalten zu haben. Zehn von ihnen hätten bis zum 16. Juli den Mönchsstand verlassen. Die mutmaßliche Täterin ist bekannt als „Sika Golf“. Laut Polizei flossen umgerechnet rund zehn Millionen Euro auf die Konten der Frau, die sie aber größtenteils beim Online-Glücksspiel verloren habe. Ihr wird neben Erpressung auch Geldwäsche und Hehlerei vorgeworfen. Die erpressten Mönche sollen die Gelder aus Spenden an Klöster veruntreut haben. Die Frau ist geständig und gegen Kaution auf freiem Fuß. Nach ihren Angaben machte ihr ein buddhistischer Abt im Norden Thailands großzügige Geschenke, darunter einen Wagen im Wert von umgerechnet rund 80.000 Euro. Die Frau ist geständig und gegen Kaution auf freiem Fuß. Laut dem Thailand Development Research Institute gibt es in dem südostasiatischen Land rund 40.000 Tempel, die jährlich bis zu 100 Milliarden Baht an Spenden erhalten, umgerechnet fast 2,7 Milliarden Euro. Von den rund 72 Millionen Einwohnern Thailands sind 87 Prozent Buddhisten, 5,9 Prozent Muslime und 1,3 Prozent Christen.