24.07.2025
Indien: Christliche Familie wird aus Dorf verbannt
Grund: weil sie nicht zum Hinduismus konvertiert
International Christian Concern - Jahrelang folgten Vikram, seine Frau und ihre fünf Kinder Jesus in ihrem mehrheitlich von Hindus bewohnten Dorf im indischen Bundesstaat Chhattisgarh treu nach. Dann, am 16. Juni, wurde ihr Glaube plötzlich in Frage gestellt.
Dorfvorsteher konfrontierten Vikram und sagten ihm, seine Familie müsse zum Hinduismus konvertieren, sonst würden sie aus dem Dorf verbannt. Als Vikram sagte, dass seine Familie den christlichen Glauben nicht aufgeben würde, beriefen die Führer kurzerhand eine öffentliche Versammlung ein.
Während der Versammlung sagte einer der Anführer, dass Vikrams Familienmitglieder Christen seien, und erklärte offiziell, dass seine Familie aus dem Dorf vertrieben würde, da sie nicht zum Hinduismus übertreten würde.
Bald bildete sich ein Mob. Die wütenden Dorfbewohner stürmten Vikrams Haus und warfen das Essen und andere Habseligkeiten seiner Familie auf die Straße. Einige Dorfbewohner misshandelten die drei Töchter des Paares. Wie bei ähnlichen Angriffen, die in ganz Indien und zunehmend auch in Chhattisgarh vorkommen, bestand das Ziel der Zerstörung und Gewalt darin, die Familie durch eine Zeremonie namens „Ghar Wapsi“, was „Heimkehr“ bedeutet, zum Übertritt zum Hinduismus zu zwingen. Von der Bundesregierung abwärts gibt es große Bestrebungen, Indien zu einer reinen Hindu-Nation zu machen.
„Dies ist nicht das erste Mal, dass sie angegriffen werden“, sagte ein örtlicher christlicher Führer, der mit der Situation vertraut ist. „Dies ist die fünfte Dorfversammlung, die abgehalten wird, um die Familie nach Ghar Wapsi zu drängen.“
Am nächsten Tag suchte Vikram die örtliche Polizeistation auf, um den Angriff zu melden. Die Beamten besuchten sein Dorf und rieten den Dorfbewohnern, die Familie in ihr Haus zurückkehren zu lassen. Die Dorfbewohner weigerten sich und erklärten, dass sie die Familie nur dann wieder aufnehmen würden, wenn sie sich vom Christentum lossagen würden. Die Polizei hat keine weiteren Maßnahmen ergriffen.
Vikrams Familie baute zunächst einen provisorischen Unterschlupf in einem Wald ein paar Kilometer von ihrem Dorf entfernt.
Seit dem Anstieg des Einflusses der Hindu-Nationalisten in der Regierung des Bundesstaates sind viele Christen im ganzen Bundesstaat Drohungen, sozialen Boykotten und Zwangsumsiedlungen ausgesetzt.
Chhattisgarh ist einer von 11 indischen Bundesstaaten, in denen Anti-Konversionsgesetze gelten. Diese Gesetze, die Zwangskonversionen verhindern sollen, werden oft als Waffe eingesetzt, um Minderheitengemeinschaften, insbesondere Christen, zu bedrohen und einzuschüchtern.
Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org
Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AK