02.06.2025

Deutschland: Open Doors Tag

Hilfswerk für verfolgte Christen startet Kampagne für Afrika Mehr als 9.000 Besucher kamen zum Open Doors-Tag 2025 in Karlsruhe

Karlsruhe (IDEA) – Karlsruhe (IDEA) – Das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors Deutschland (Kelkheim bei Frankfurt am Main) hat eine weltweite Kampagne für verfolgte Christen in Afrika gestartet. Die Aktion mit dem Titel „Arise Africa“ (Steh auf, Afrika!) wurde zum Auftakt des „Open Doors-Tages“ vorgestellt. Er fand vom 29. bis 31. Mai in Karlsruhe statt. Nach Angaben des Hilfswerks nahmen mehr als 9.000 Menschen an der Veranstaltung teil. Die Kampagne sei eines der größten Projekte in der 70-jährigen Geschichte des Werkes, erklärte der Geschäftsführer des deutschen Zweiges von Open Doors, Markus Rode. Ziel sei es, verfolgte Christen in Afrika durch Gebet, Ermutigung, Fürsprache und praktische Hilfe in ihrem Glauben zu stärken. Dabei stünden Länder südlich der Sahara besonders im Fokus. Nach Angaben des Werks sind über 90 Prozent der Christen, die weltweit wegen ihres Glaubens ermordet werden, Afrikaner. 138 Millionen Christen in Subsahara-Afrika seien Verfolgung ausgesetzt, davon seien 16,2 Millionen auf der Flucht vor Gewalt. Der Kampagnenstart war verbunden mit dem Aufruf, für die Christen in der Region zu beten und sie durch handschriftliche Botschaften zu ermutigen. Außerdem startete das Werk eine Online-Petition für eine würde- und respektvolle Behandlung von Christen und anderen schutzbedürftigen Menschen in Afrika.

Nigeria: Massaker an Christen

Einer der Gastredner des Open Doors-Tages war Bischof Ayuba aus Nigeria. Er berichtete von den Überfällen auf überwiegend christliche Dörfer um Weihnachten 2023 im Bundesstaat Plateau. Bei den Massakern töteten Ayuba zufolge muslimische Angreifer fast 300 Christen, darunter viele Frauen, Kinder und ältere Menschen. Allein in seiner Heimatregion Bokkos in Zentralnigeria habe es mehr als 150 Tote gegeben. Er selbst habe versucht, in einem Flüchtlingscamp rund 10.000 Menschen Beistand zu leisten. Die Gewalt gegen Christen halte bis zum heutigen Tag an.

Iran: Christlicher Glaube breitet sich aus

Das Pastorenpaar Hovan und Pegah Hovsepian berichtete von der Ausbreitung des Evangeliums im Iran. Sie gelinge trotz massiver Verfolgung und Unterdrückung der Christen. Das geschehe etwa durch Bibellektüre, christliche Programme via Satelliten-TV, Online-Gemeinden, Hauskirchen sowie durch junge Christen, die von Open Doors zu Gemeindeleitern ausgebildet wurden. Das Hilfswerk Open Doors wurde 1955 von dem Niederländer Anne van der Bijl (1928–2022; auch bekannt als „Bruder Andrew“ oder der „Schmuggler Gottes“) gegründet. Es setzt sich für verfolgte und benachteiligte Christen in über 70 Ländern ein, etwa durch die Lieferung von Bibeln und christlichen Schriften sowie Schulungen, Nothilfeprojekte sowie Hilfe zur Selbsthilfe.