06.06.2025
Iran: Christin vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen
IIRF-D/MEC/Tübingen/06.06.25 - Laleh Saati (46) wurde am 31. Mai nach mehr als 15 Monaten einer zweijährigen Haftstrafe aus dem Evin-Gefängnis entlassen, weil sie "gegen die nationale Sicherheit gehandelt hat, indem sie sich mit 'zionistischen' christlichen Organisationen verbunden hätte". Außerdem wurde sie zu einem zweijährigen Reiseverbot verurteilt. Es wird berichtet, dass ihre Freilassung an die Bedingung geknüpft war, dass sie den Kontakt über Medien und Kontakte außerhalb des Iran vermeidet.
Laleh hatte in Malaysia Asyl beantragt, kehrte aber 2017 in den Iran zurück, um mit ihren betagten Eltern wiedervereint zu werden, weil sie darüber frustriert war, wie lange es dauerte, ihren Asylantrag zu bearbeiten.
Am 13. Februar 2024 wurde Laleh im Haus ihres Vaters in Teheran verhaftet. Sie wurde drei Wochen lang intensiv verhört. Fotos und Videos von ihrer Taufe und ihren christlichen Aktivitäten in Malaysia wurden als Beweismittel gegen sie verwendet.
Am 16. März 2024 wurde sie dem Richter Iman Afshari in der Abteilung 26 des Teheraner Revolutionsgerichts vorgeführt und für schuldig befunden.
Laleh wurde im Gefängnis eine medizinische Behandlung verweigert und es gibt Bedenken um ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden.
Wir danken Gott für Lalehs Freilassung und bitten um Gebet, dass:
- der Herr Laleh nach dem Trauma des Gefängnisses und der Misshandlung, die sie erlitten hat, stärken, wiederherstellen und heilen wird,
- allen Gläubigen, die - wie Laleh - aufgrund ihrer christlichen Identität und ihrer christlichen Praktiken einen soliden Anspruch auf Asyl haben, unverzüglich Schutz gewährt wird,
- Die iranischen Behörden aufhören, ihre Bürger aufgrund ihrer Religion oder ihres Glaubens als Kriminelle zu behandeln.
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