11.06.2025

Deutschland: Christliche Schüler gemobbt

Berliner Grundschule: Lehrer offenbart weitere Details über muslimisch motivierte Anfeindungen

Berlin (IDEA) – An der Carl-Bolle-Grundschule in Berlin-Moabit ist es neben queerfeindlichem auch zu religiösem Mobbing gekommen – insbesondere gegen christliche Schüler. Das berichtet der homosexuelle Lehrer Oziel Inácio- Stech in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“. Bereits zuvor hatte er sich in der „Süddeutschen Zeitung“ über unterlassene Hilfeleistung der Schulleitung und Schulaufsicht beklagt. Seit seinem Outing im Jahr 2023 sei er massiv gemobbt worden. Inácio-Stech schildert im Tagesspiegel, dass Schüler mit muslimischem Hintergrund ihn mit homosexuellenfeindlichen Aussagen wie „Du Schwuler, geh weg von hier. Der Islam ist hier der Chef“ konfrontiert hätten. Auch christliche Schüler seien oft wegen ihrer Religion angefeindet worden, etwa beim Verzehr von Schweinefleisch. „Einmal kam ein Junge zu mir, der seine Kette mit einem christlichen Kreuz nicht mehr tragen wollte.“ Er habe ihn ermutigt, zu seiner Religion zu stehen.

Kritik an zu kurzen Röcken von Lehrerinnen

Auch Lehrerinnen waren laut Inácio-Stech Ziel frauenfeindlicher Angriffe. Einige seien kritisiert worden, weil ihre Röcke als zu kurz galten – anderen wurde gesagt, sie seien „Personen zweiter Klasse“. Doch nicht nur über verbale Übergriffe berichtet der aus Brasilien stammende Lehrer. Ein Junge habe nicht mehr aufgehört, ihn mit den Worten „Sie sind eine Familienschande“ zu attackieren. Dabei habe er eine Federtasche nach ihm geworfen. Inácio-Stech geht davon aus, dass viele dieser Einstellungen aus dem Umfeld islamischer Moscheegemeinden oder von Elternhäusern übernommen werden. „Ein Drittklässler hat mir einmal gesagt, dass seine Mutter ihm verboten hätte, von meinem Obst und Gemüse zu essen, das ich manchmal für die Lerngruppe mitbrachte.“ Die Mutter habe ihn als unrein bezeichnet. Eine Schülerin habe erklärt: „Der Islam wird siegen, und wir werden Deutschland erobern.“ Daraufhin habe Inácio-Stech ihr in einer Förderstunde ein Antidiskriminierungsvideo gezeigt und mit ihr darüber gesprochen. Anschließend kritisierte ihn die Klassenlehrerin, berichtet er. Ihrer Meinung nach gehöre die politische Bildung allein zu ihren Aufgaben. Seit März ist Inácio-Stech krankgeschrieben. Diagnose: posttraumatische Belastungsstörung. Er führt dies vor allem auf den behördlichen Umgang mit ihm zurück.