12.06.2025
Deutschland: „Tagesschau“-Beitrag über christliche Fußballer – Volkmann legt Programmbeschwerde ein
Kohl-Enkel Johannes Volkmann hat Programmbeschwerde gegen einen „Tagesschau“-Beitrag eingelegt. Darin warnen die Journalisten vor dem Weltbild von Fußballern, die sich zu Jesus bekennen – für Volkmann eine „Missachtung religiöser Überzeugungen“.
IIRF-D/pro/Tübingen/12.06.25 -Mit einem Beitrag von Nicolai Franz berichtet das christliche Medienmagazin pro über den Wirbel, der um die Berichterstattung von ARD über Fußballprofis, die offen ihren christlichen Glauben bekennen:
PRO hat zusammengetragen,, wie die ARD-Anstalten sowie das ZDF, Deutschlandradio und die Deutsche Welle über Programmbeschwerden beschieden haben – von 2016 bis 2021 sind 377 Programmbeschwerden eingegangen, 99,1 Prozent davon wurden abgelehnt. 99,1 Prozent davon wurden abgelehnt.
Volkmann kritisierte zudem, dass die „Tagesschau“-Redaktion in anderen Fällen zurückhaltender berichtet hatte. Er ging dabei auf Islamismusvorwürfe gegen den muslimischen Nationalspieler Antonio Rüdiger ein. Dieser hatte zu Beginn des Ramadan auf Instagram den sogenannten „Tauhid-Finger“ gezeigt. Kritiker erkannten darin eine islamistische Machtgeste.
Die „Tagesschau“ ordnete die Vorwürfe hingegen mithilfe des Politikwissenschaftlers und Soziologen Özgür Özvatan relativierend ein. Dieser habe erklärt, es sei offensichtlich, dass Rüdiger kein Islamist und Extremist sei. „Das dann so auszuschlachten, ist Teil der Programmatik“, wurde Özvatan zitiert.
Volkmann schloss daraus: „Die einseitige Negativzuschreibung christlicher Glaubenspraxis wirkt somit nicht nur verletzend, sondern auch diskriminierend.“ Dies schreibt der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann in einer Programmbeschwerde. Der CDU-Politiker und Enkel des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl forderte eine Prüfung des Beitrags durch den NDR-Rundfunkrat im Hinblick auf den Medienstaatsvertrag. „Die Achtung christlicher Überzeugungen darf nicht zur Auslegungssache einzelner Redaktionen werden, sondern muss unmissverständlich Maßstab öffentlich-rechtlicher Berichterstattung bleiben“, sagte er.
Zur Person
Volkmann ist seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort ist er ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Als Stellvertreter gehört er dem Ausschuss für Kultur und Medien an. Während eines Auslandsaufenthaltes kam er als Schüler zum Glauben, als ein Klassenkamerad ihn in den Gottesdienst einer „Calvary Chapel“ einlud. „Da habe ich mich entschieden, mit meinem Leben Jesus nachzufolgen“, sagte er 2023 gegenüber PRO. Volkmanns Vater ist Walter Kohl, Sohn von Helmut Kohl, und die Mutter ist die Ökonomin Christine Volkmann.
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Quelle: „Tagesschau“-Beitrag über christliche Fußballer: Volkmann legt Programmbeschwerde ein