12.06.2025

Iran: Christin nach 15 Monaten Haft freigelassen

IIRF-D/BA/Tübingen/12.06.25 - Laleh Saati, eine iranische Christin, die vom Islam konvertiert war, ist nach Verbüßung von 15 Monaten einer zweijährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden.

Die 46-jährige Laleh wurde wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit durch Verbindungen zu ‚zionistischen‘ christlichen Organisationen“ verurteilt, nachdem sie im Februar 2024 festgenommen worden war. Am 31. Mai wurde sie aus dem Evin-Gefängnis in Teheran entlassen.

Ihre Freilassung ist an die Bedingung geknüpft, dass sie keinen Kontakt zu den Medien oder Personen außerhalb des Iran aufnimmt. Außerdem muss sie nach ihrer Entlassung zwei Jahre lang auf Auslandsreisen verzichten.

Laleh lebte einige Zeit in Malaysia, wo sie getauft wurde. Aufgrund des langwierigen Asylverfahrens und um sich um ihre alten Eltern im Iran zu kümmern, kehrte sie 2017 in den Iran zurück.

Bei ihrer Rückkehr fanden Geheimdienstmitarbeiter auf ihrem Mobiltelefon Beweise für ihre angeblichen Handlungen gegen die nationale Sicherheit, darunter die Beteiligung an „Hauskirchen“ im Iran und Aufnahmen von christlichen Aktivitäten in Malaysia, darunter ihre Taufe.

Wenn farsi (persisch) sprechende Christen vom Islam konvertiert sind, werden sie nach islamischem Recht als Abtrünnige bestraft. Im Gegensatz zu den historischen armenisch- und assyrischsprachigen christlichen Gemeinschaften dürfen sie keine Gottesdienste abhalten oder frei ihren Glauben ausüben.

https://www.barnabasaid.org/de/news/iranian-christian-convert-released-after-15-months-in-prison/