04.03.2025
Iran: Unterdrückung christlicher Minderheiten
3 Beispiele
(IGFM) Auch religiöse Minderheiten stehen weiterhin unter Druck. Sicherheitsbeamte stürmten am 7. Februar 2025 eine Versammlung von etwa 80 Christen in einem Garten im Babol (Provinz Mazandaran) und beschlagnahmten alle religiösen Bücher, Musikinstrumente und digitalen Geräte der Anwesenden. Somayeh Rajabi, die christliche Konvertitin, wurde festgenommen und in ein Gefängnis in Sari verlegt. Es liegen noch keine Informationen zu den gegen Frau Rajabi erhobenen Anklagen vor.
Mutter von Todesopfer willkürlich verurteilt
Ein weiteres Beispiel für die willkürliche Gewalt des Regimes ist die Verurteilung der Mutter von Shahryar Mohammadi, einem der Todesopfer der Proteste von 2022. Mina Soltani Zarei wurde vom Gericht in Boukan zu acht Monaten Haft verurteilt. Das Urteil wurde aufgrund der Anklagen wegen „Propaganda gegen das Regime“ sowie der „Teilnahme an öffentlichen Versammlungen ohne Kopftuch“ gegen sie erlassen.
Doch die Unverschämtheit des Regimes hört hier nicht auf. Nicht nur die iranische Bevölkerung ist im Iran in Gefahr, sondern auch ausländische Touristen, die willkürlich als Geiseln genommen werden.
Britisches Paar illegal inhaftiert
Craig und Lindsay Foreman, die mit Motorrädern auf eine Weltreise waren, wurden im Januar 2025 im Iran verhaftet. Iranische Justiz wirft britischem Paar Spionage vor. Asghar Jahangir, der Sprecher der iranischen Justiz, teilte mit, dass die beiden britischen Staatsbürger unter dem Deckmantel von Touristen in den Iran eingereist seien. Unter dem Vorwand von Forschungs- und Untersuchungstätigkeiten hätten sie mit den Geheimdiensten feindlicher westlicher Länder in Verbindung gestanden und in mehreren Provinzen des Landes Informationen gesammelt. Beweise wurden dafür nicht geliefert. Bei Spionagevorwürfen in Iran droht jahrelange Haft.