20.03.2025

Ukraine: Treffen mit den Müttern gefallener Soldaten

(Licht im Osten, Michail W. aus Poltawa berichtet) „Nach wie vor treffen wir uns jede Woche mit Vertriebenen zum Bibelstudium. Es ist ermutigend zu sehen, wie gern die Menschen zu den Bibelstunden kommen. Wir laden alle
Teilnehmer ein, auch unsere Sonntagsgottesdienste zu besuchen. Einige kommen bereits regelmäßig dazu. Hier erleben sie, wie die Gemeinde Gott anbetet und verherrlicht. Es erfüllt uns mit besonderer Ehrfurcht, wenn jemand im Gottesdienst den Wunsch äußert, sich zu bekehren. Jede Bekehrung ist ein besonderes Wirken Gottes im Leben eines Menschen. So ging vor einem Monat eine Frau nach vorn und bedankte sich überschwänglich bei der Gemeinde für das Gebet für ihren Sohn. Er war im Krieg verwundet worden und ist nun wieder geheilt. Diese Frau hatte Anfang des Jahres den Dienst der mobilen Klinik in Poltawa besucht. Danach kam sie regelmäßig zum Gottesdienst. Und nun stand sie vor der ganzen Gemeinde, bedankte sich für die Gebete und sagte: ‚Ich möchte so sein wie Sie.‘ Ich fragte sie: ‚Wollen Sie sich bekehren?‘ Sie sagte: ‚Ja‘. Am letzten Montag im Dezember fragte eine andere Frau in der Bibelstunde: ‚Kann ich mich jetzt gleich bekehren oder muss ich bis zum Sonntagsgottesdienst warten?‘ Ich antwortete: ‚Ja, natürlich, das dürfen Sie gerade jetzt tun.‘ Eine andere Teilnehmerin wollte sich ebenfalls bekehren. Ich bat die Gruppe aufzustehen, und beide Frauen gingen nach vorn und bekehrten sich von ganzem Herzen. Gelobt sei Gott!“ Bitte beten Sie
 weiterhin um viel geistliche Offenheit bei den Binnenflüchtlingen in der Ukraine, dass noch viele ihre Herzen für Christus öffnen und sich auf ihn ausrichten.
 um Gottes Wirken durch alle weiteren Einsätze mit der mobilen Augenklinik, bei denen auch
immer das Evangelium anhand einer Bilderausstellung erklärt wird.
„Außerdem hatten wir ein Treffen mit den Müttern gefallener Soldaten. Es waren vierzig Mütter. Sowohl den Witwen als auch den Müttern habe ich anhand unserer Bilderausstellung das Evangelium gepredigt. Das Bild der Kreuzigung erregte besondere Aufmerksamkeit bei den Teilnehmerinnen. Ich sagte zu ihnen, dass nur Gott wirklich mit ihnen mitfühlen könne, denn er war auf Golgatha dabei, als sein Sohn getötet wurde. Er habe das Herz von Maria, der Mutter Jesu, bewahrt. Und er könne auch ihre Herzen beschützen, wenn sie ihn um Hilfe bitten.“ Bitte beten Sie
 für alle Mütter und anderen Familienangehörigen von gefallenen Soldaten und im Krieg Getöteten, dass sie nicht verbittern, sondern Gott als ihren liebevollen und starken Tröster erfahren.
„Der blutige Krieg in der Ukraine geht weiter. Zerstörung, Schmerz, Leid und allgegenwärtiger Tod nehmen kein Ende. Unerträglicher Schmerz drückt das Herz zusammen beim Anblick unseres Landes, das verblutet, um sein Recht auf Leben zu verteidigen ... Gleichzeitig sind wir Zeugen von großen Taten und Segnungen Gottes.“ Bitte beten Sie
 um eine baldige Beendigung des Krieges, ohne dass die Ukraine in russische Unterdrückung gerät