08.05.2025

Nigeria: Sechs Christen bei Anschlag am Ostermontag getötet

IIRF-D/BA/Tübingen/08.05.25 - Sechs Christen wurden getötet und weitere 30 verletzt, als ein Lastwagen in eine Osterprozession in der Gemeinde Biliri im Bundesstaat Gombe raste.

Der Vorfall ereignete sich am Ostermontag, dem 21. April. Achtzehn der Verletzten befinden sich noch im Krankenhaus.

Eine Untersuchungskommission kam zu dem Ergebnis, dass der Lkw entgegen dem offiziellen Polizeibericht, der den Vorfall als Unfall einstufte, absichtlich in die Prozession gefahren war.

Der erste offizielle Bericht der Polizei zu dem Vorfall behauptete, der Unfall sei auf ein Bremsversagen des Fahrzeugs zurückzuführen, obwohl Augenzeugenaussagen dem widersprachen.

In einer schriftlichen Erklärung bezeichneten drei lokale Nichtregierungsorganisationen den Polizeibericht als „lächerlich“ und „eine gezielte Versuch, die Schuldigen zu schützen“ und fragten: „Woher wussten sie ohne jegliche Untersuchung, dass es sich um einen mechanischen Defekt handelte?“

Die Erklärung fügte hinzu, dass es Videoaufnahmen gebe, die belegten, dass der Fahrer keinen Versuch unternommen habe, das Fahrzeug anzuhalten oder vor seiner Annäherung zu warnen, sondern vielmehr absichtlich direkt in die Menschenmenge gefahren sei.

Das unabhängige Gremium schloss sich dieser Einschätzung an und entschied, dass der Vorfall vorsätzlich war und der Fahrer strafrechtlich verfolgt werden muss.

Dies ist der dritte Vorfall dieser Art im Bundesstaat Gombe in den letzten sechs Jahren. Im Dezember 2024 wurden Dutzende Menschen verletzt, als ein Kleinbus in eine Weihnachtsprozession fuhr – allerdings wurde nie bestätigt, dass es sich um einen vorsätzlichen Angriff handelte. Im April 2019 fuhr ein dienstfreier Beamter des Nigeria Security and Civil Defence Corps absichtlich in eine Osterprozession der Boys' Brigade und tötete mindestens acht Menschen.

https://www.barnabasaid.org/de/news/six-christians-killed-and-dozens-injured-in-nigeria-easter-monday-attack/