29.05.2025

Nigeria: Mehr als 40 Christen bei Angriffen auf Dörfer in Taraba getötet

International Christian Concern - Eine erneute Welle der Gewalt hat zwei christliche Dörfer im Bundesstaat Taraba heimgesucht. Dabei wurden mehr als 40 Christen getötet und Dutzende vertrieben, was Überlebende als ein „stilles Gemetzel“ beschreiben.

Die Angriffe, die am frühen Samstagmorgen verübt wurden, betrafen die Dörfer Munga Lelau und Magami im Bezirk Karim-Lamido. Ganze Familien wurden getötet, und zahlreiche Häuser wurden in Brand gesteckt. Die Überlebenden waren gezwungen, mit nichts zu fliehen.

Augenzeugen berichten, dass mutmaßliche Fulani-Hirten die Dörfer stürmten und wahllos töteten. Unter den Opfern waren auch Kinder, Frauen und ältere Menschen. Ein Überlebender, der um Anonymität bat, sagte, er habe seinen einzigen Bruder und sechs Cousins in Munga Lelau verloren. Seine Mutter wird noch immer vermisst.

„Wir brauchen Ihre Gebete“, sagte er. „Sie haben unser Dorf angegriffen, und jetzt ist unser Leben zerstört“.

Anwohner berichteten, die Angreifer seien bewaffnet gewesen und hätten eine koordinierte Gewalt entfesselt, die stundenlang anhielt, ohne dass die Sicherheitskräfte sofort eingriffen. Viele Häuser wurden geplündert und in Brand gesteckt, und viele Dorfbewohner flohen in die nahe gelegenen Wälder oder in benachbarte Städte.

Das Polizeikommando des Bundesstaates Taraba bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die Spannungen eskalierten, nachdem ein 15-jähriger Junge, Isah Ishaku aus Munga Doso, von einem unbekannten Angreifer mit einer Machete angegriffen wurde. Als Reaktion darauf wurde ein gemeinsames Team der regulären Polizei und der Police Mobile Force in die betroffenen Gebiete entsandt.

In einer offiziellen Erklärung verurteilte Gouverneur Agbu Kefas den Angriff als „entsetzlich und inakzeptabel“. Der Gouverneur versicherte den Einwohnern, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt würden.

„Die Sicherheit unserer Bürger hat für mich oberste Priorität“, erklärte Kefas. "Wir haben alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aktiviert, um weitere Gewalt zu verhindern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Trotz der Zusicherungen des Gouverneurs kritisierten viele Überlebende und andere Einwohner die verspätete und unzureichende Reaktion der Landesregierung auf die anhaltenden Sicherheitsbedrohungen in Karim-Lamido. Das Gebiet hat sich zunehmend zu einem Brennpunkt der Gewalt entwickelt, und der jüngste Angriff in Munga Lelau ist ein weiterer tödlicher Vorfall in der Region.

Dutzende von Familien sind nach wie vor auf der Flucht und haben in behelfsmäßigen Lagern oder bei Verwandten in nahe gelegenen Städten Zuflucht gefunden. Führende Vertreter der Gemeinschaft fordern eine verstärkte Sicherheitspräsenz und dringende humanitäre Hilfe, um diejenigen zu unterstützen, die ihre Häuser und Familienangehörigen verloren haben.

Die genaue Zahl der Todesopfer ist nach wie vor ungewiss, da die Bergungsarbeiten noch andauern, aber Anwohner schätzen die Zahl auf 42. Einige Opfer werden noch vermisst. Die Überlebenden befürchten weitere Angriffe, da viele Dörfer weiterhin unbewacht sind.

 

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org

Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF