27.11.2025

Deutschland: Beten, dass sich Deutschland nicht erneut gegen Israel stellt

Rund 600 Christen besuchten eine Gebetskonferenz für Israel in Nürtingen

Nürtingen (IDEA) – Christen haben den Auftrag, für Israel und die Regierung ihres eigenen Landes zu beten. Das sagte der Vorsitzende des deutschen Zweigs der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ), Gottfried Bühler, bei einer Gebetskonferenz in Nürtingen. Nach Angaben der ICEJ nahmen daran rund 600 Christen teil. Sie beteten unter anderem dafür, „dass sich Deutschland nicht ein zweites Mal gegen Israel stellt“, so Bühler, aber auch für die nach Deutschland gekommenen Araber. Denn auch sie sollten „in Berührung kommen mit der Liebe Jesu“. Der Major und frühere Sprecher der israelischen Armee, Arye Sharuz Shalicar (48), berichtete von seiner Kindheit und Jugend in Berlin. Er habe dort erlebt, wie seine besten Freunde – muslimische Klassenkameraden, die ihren Glauben nicht aktiv praktizierten – mit Hass reagierten, als sie erfuhren, dass er Jude sei. Damals habe er verstanden: „Es geht nicht darum, wie ich mich benehme, was ich tue oder sage. Hier sind andere Kräfte im Spiel. Und das tut wirklich weh.“ Shalicar wanderte später nach Israel aus und sieht den jüdischen Staat nach eigenen Worten mit dem gleichen irrationalen Hass konfrontiert, wie er ihn auch in Berlin erlebt habe.

Juden und Araber sind Geschwister

Die arabische Christin und Gebetshausleiterin Rania Sayegh (Nazareth) wies auf der Konferenz darauf hin, dass Abraham sowohl der Stammvater des arabischen als auch des jüdischen Volks sei. „Wir haben denselben Vater. Wir sind Geschwister.“ Niemand sei enger mit Jesus verwandt. Die 1980 gegründete ICEJ unterstützt Israel aufgrund biblischer Grundsätze und Verheißungen. Das Werk hat Zweigstellen in über 90 Ländern. In Israel ist das Werk unter anderem Partner der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Es unterstützt soziale Projekte und fördert Initiativen der Koexistenz zwischen Juden und Arabern.