15.09.2025
Deutschland: 20. Mahnwache für die israelischen Hamas-Geiseln
Reutlingen: 130 Teilnehmer beten für die Freilassung – Warnung vor Hamas-Propaganda
Reutlingen (IDEA) – In Reutlingen haben 130 Personen an der 20. Mahnwache für die von der Hamas festgehaltenen israelischen Geiseln teilgenommen. Die erste hatte im Februar 2024 stattgefunden, wie Klaus Amann, einer der Organisatoren, der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mitteilte. Zu den Veranstaltern gehören knapp zehn Gemeinden aus der Region, darunter die zum Evangelischen Gemeinschaftsverband Württemberg „Die Apis“ gehörende Evangelische Gemeinde Silberburg in Reutlingen, das Christliche Zentrum Reutlingen, die ICF Reutlingen und die Süddeutsche Gemeinschaft Reutlingen. Mit der Mahnwache wolle man für die Freilassung der Geiseln, das Existenzrecht Israels und die Sicherheit der Juden in Deutschland eintreten, so Amann. Im Rahmen der Veranstaltung seien die Namen der vermutlich 22 noch lebenden Geiseln verlesen worden. Anschließend hätten die Teilnehmer für deren Freilassung gebetet. Die Veranstalter verteilten Handzettel, die über die brutalen Haftbedingungen der Geiseln informieren.
Existenzrecht Israels ist bedroht
Darin warnten sie auch vor falscher Propaganda, die die Hamas verbreite. Deren Ziel sei die Vernichtung Israels. Das Existenzrecht Israels sei seit dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 mehr denn je bedroht, sagte Dieter Pfingsttag, Vorstandsmitglied des Vereins „Israelplattform“ (Dußlingen), in einer Rede. Das Existenzrecht Israels gründe sich auf biblischen Verheißungen. In Psalm 124 spreche Gott davon, dass er für das Überleben seines Volkes sorgen werde. Selbst wenn sich die Welt gegen Israel zusammenschließe, bleibe es bestehen. Die Aufgabe der Christen sei es, für das jüdische Volk einzustehen und zu beten. Amann zufolge stand die Veranstaltung unter Polizeischutz. Bis auf einzelne Zwischenrufe mit propalästinensischen Parolen wie „From the river to the sea“ und „Free Palestine“ sei der Abend allerdings friedlich verlaufen.