21.01.2020

Kolumbien: Und Honduras stufen Hisbollah als Terror-Organisation ein

Nach Argentinien und Paraguay betrachten zwei weitere südamerikanische Staaten die Hisbollah als Terror-Organisation.

BOGOTÁ / TEHERAN (inn) – Die beiden südamerikanischen Staaten Kolumbien und Honduras haben die vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah am Montag offiziell als Terror-Organisation eingestuft. Der Schritt erfolgte im Rahmen der regionalen Anti-Terrorismus-Konferenz in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Honduras hatte ihn Anfang Januar angekündigt.

In Südamerika haben bereits Argentinien und Paraguay die Hisbollah auf die Terrorliste gesetzt. Neben Kolumbien und Honduras könnte ein weiteres Land dazukommen: Der gewählte Präsident Guatemalas, Alejandro Giammattei, hatte in der vergangenen Woche einen entsprechenden Schritt angedeutet.

US-Außenminister Mike Pompeo, der der Konferenz beiwohnte, lobte die Staaten für den Schritt. Die USA würden weiter um internationale Unterstützung werben, um der Bedrohung entgegenzuwirken, die von der Hisbollah ausgehe, schrieb er am Montag auf Twitter. Auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüßte die Maßnahme. Die Länder beteiligten sich damit am Kampf gegen den internationalen Terrorismus. „Ich rufe weitere Länder dazu auf, dem zu folgen.“

Beziehungen stärken „zu Ehren Soleimanis“

Unterdessen haben der Iran und Venezuela mitgeteilt, dass sie ihre Beziehungen stärken wollen. Der venezolanische Außenminister Jorge Alberto Arreaza Montserrat traf sich mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Sarif in Teheran. Er sagte: „Zu Ehren des Märtyrers Kassem Soleimani müssen der Iran und Venezuela ihre Beziehungen mehr denn je ausbauen.“ Der Tod Soleimanis habe „großen Einfluss“ auf die Jugend Venezuelas und auf die Nation.

Sarif nannte Soleimani eine „wichtige Figur des Widerstandes“. Sein „Märtyrertum“ sei eine Inspiration, sagte er laut der iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“.

Nach Schätzung der USA hat der Iran die Hisbollah zwischenzeitlich mit 700 Millionen US-Dollar pro Jahr versorgt. Dieser Geldfluss sei durch die Sanktionen der USA jedoch abgeebbt, so dass die Hisbollah wieder für Spendengelder werben musste.

Von: df aus Israelnetz.com