22.10.2020

Russland: „Unser Leben ändert sich zusehends."

Eine Mitarbeiterin von "Licht im Osten" berichtet aus ihrem Einsatzgebiet

(LiO-Moskau) schreibt: „Unser Leben ändert sich zusehends. Das Coronavirus hat existenzielle Veränderungen in meinem Dienst mit sich gebracht. Aber ich bin Gott dankbar, dass das Werk Gottes nicht nur weitergeht, sondern sogar größer geworden ist als vorher. Deshalb wollen wir auch dafür danken. Seid alle-zeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. (1. Thess 5,16-18) In Moskau hat die Pandemie derzeit ein sehr hohes Niveau erreicht. Wir versammeln uns online und feiern über ZOOM unsere Gottesdienste. Es nehmen mehr Leute an ihnen teil als früher. Sie haben mehr Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren und Fragen zu stellen. Dreimal in der Woche biete ich ein Bibelstudium an, an dem Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern teilnehmen, bis hin zu Zentralasien. Mein Bruder lebt in Usbekistan. Er schaltet sich mit seiner großen Familie dazu, aber leider wird den Menschen dort sehr oft der Strom abgeschaltet, um Elektroenergie zu sparen. Jedoch auch wenn es nur wenig ist, was sie hören können, auch das Wenige ermutigt sie, denn sie wohnen in einer Gegend, in der es keine Gemeinde gibt.“
 Bitte beten Sie für die Christen in Usbekistan, die sich in einer Verfolgungssituation befinden und wenige Möglichkeiten der geistlichen Stärkung haben: dass sie erleben, wie Gott selbst sie ermutigt, stärkt und schützt.
„Alle meine Verwandten und Bekannten in Kasachstan sind ausnahmslos an Corona erkrankt gewesen. Es gab so etwas wie eine allumfassende Infektionswelle. In Usbekistan war ebenfalls eine sehr schwere Situation. In diesen Ländern ist es kulturell üblich, sich bei der Begrüßung zu umarmen. Diese Sitte hat sich nicht als gesundheitsfördernd erwiesen, aber sie zu ändern, ist praktisch unmöglich. Ich habe Kontakt zu Christusgläubigen und Studenten in diesen Regionen und freue mich, dass sie sich bemühen, Christus treu zu bleiben und die Situation zur Verkündigung des Evangeliums zu nutzen.“
 Bitte beten Sie für die Christen in diesen zentralasiatischen Ländern um geistliche Vollmacht bei der Verkündigung des Evangeliums.
„Ich bin Gott dankbar, dass ich den Dienst an theologischen Seminaren und Bibelschulen weiterführen kann. In der letzten Woche habe ich ein fünftägiges Seminar über den Islam an einer Bibelschule ge-halten. Einige Studenten waren früher drogen- oder alkoholabhängig gewesen. Marina, die viele Jahre lang Drogen konsumiert hatte, hat sich bekehrt und anschließend Kontakt zu ihrer Tochter aufgenommen, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Nun studiert sie an der Bibelschule. Mutter und Tochter sind inzwischen enge Freundinnen geworden. Die Tochter hat ihrer Mutter vergeben, dass sie sie in ihrer Kindheit verlassen und sich dem Alkohol hingegeben hat-te. Jetzt freut sie sich für ihre Mutter und dankt Gott für diese Verwandlung. Darüber hinaus habe ich mit Studenten einen Kurs nach induktiver Bibelstudienmethode durchgeführt … Als Hausaufgabe haben die Studenten den Auftrag bekommen zu evangelisieren. Sie haben Menschen in die Gemeinde eingeladen, die in schwierige Lebenssituationen geraten waren, und haben mit ihnen eine praktische Übung zu Johannes 1,1-18 durchgeführt … Die Eingeladenen – ganz verschiedene Leute von der Straße – kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Unter ihnen war ein Regisseur, der eine familiäre Tragödie durchgemacht und zu trinken angefangen hatte, er war auf der Straße gelandet. Einige kamen sogar aus geordneten Familienverhältnissen, waren aber aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit obdachlos geworden. Für alle Studenten ist diese Erfahrung zu einer Ermutigung zur Evangelisation geworden. Sie haben sich sogar mit einigen der Eingeladenen angefreundet, ihnen Essen und Übernachtungsmöglichkeiten gegeben.“ Bitte beten Sie
 für all diese Seminar- und Kursteilnehmer, dass sie weiterhin geistlich wachsen und ermutigende Erfahrungen in ihren evangelistischen Diensten machen.
 für die Menschen, die sie auf diese Weise mit dem Evangelium erreicht haben, dass sie ihr Vertrauen auf Christus setzen und durch ihn zu einem ganz neuen Leben finden.
 für die Gemeinde von Schirinaj Dossowa, dass sie bei ihren sozialen Einsätzen (Essensverteilung an Obdachlose) und bei ihren evangelistischen Einsätzen (Predigen und Verteilung von Neuen Testamenten in Moskauer Bahnhöfen) Gottes Wirken an Menschenherzen und seinen Schutz erleben.
Vielen Dank, dass Sie für unsere an Covid-19-erkrankten Missionare gebetet haben! Pjotr Paseka und seiner Frau, Pjotr Lunitschkin und seinen Familienangehörigen, Irina Sacharowa und Elena Guz
mit Kindern geht es bereits besser. Manche von ihnen sind noch sehr geschwächt.
 Vielen Dank, wenn Sie weiterhin für Valerij Lunitschkin beten, dessen Lungenfunktion noch zu 25 % eingeschränkt ist, und für weitere Mitarbeiter der Nordossetischen Mission in Wladikawkas, die inzwischen auch erkrankt sind.