30.10.2020

Deutschland: Islamexperten und Politiker: „Stoppen wir den politischen Islam!“

Aufruf: Der Staat muss islamistische Tendenzen konsequenter bekämpfen

Berlin (idea) – Staat und Gesellschaft müssen den Islamismus in Deutschland konsequenter bekämpfen. Dazu haben prominente Islamexperten, Politiker und Publizisten in der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin) aufgerufen. Anlass sind die jüngsten Terroranschläge radikaler Muslime in Frankreich. Zuletzt hatte ein islamistischer Attentäter am 29. Oktober in Nizza drei Menschen erstochen und sechs weitere verletzt. Der Islamismus schlage in den muslimischen Gemeinschaften Europas zunehmend Wurzeln, heißt es in dem Aufruf mit dem Titel „Stoppen wir den politischen Islam!“. In den Sozialen Medien bekundeten auch in Deutschland lebende Muslime ihre Sympathie mit den Attentätern in Frankreich. In deutschen Städten werde der islamische Extremismus insbesondere von Jugendlichen begeistert aufgegriffen. Auch hierzulande seien bei islamistischen Terroranschlägen bereits zahlreiche Menschen ums Leben gekommen, unter anderem in Berlin und Dresden. Außerdem zeige die polizeiliche Kriminalstatistik, dass männliche Flüchtlinge aus muslimischen Ländern überproportional an schweren Gewalt- und Sexualdelikten beteiligt seien. Weiter heißt es in dem Text: „Religiöser Extremismus beginnt aber nicht erst bei Mord, er gedeiht in abgeschottet lebenden Milieus, die sich unseren Werten verschließen.“ Indizien dafür seien, wenn Frauen der Handschlag verweigert werde oder muslimische Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürften. Dagegen brauche es „andere Antworten als runde Tische und den Burkini als genehmigte Schulkleidung“.

Zusammenarbeit mit islamistischen Organisationen beenden

Darüber hinaus kritisieren die Unterzeichner, das Aussprechen dieser Wahrheit werde zusehends „mit Rassismus-Beschuldigungen von Islamisten und Teilen der politischen Linken beantwortet“. Politik, Medien, Kirchen und zivilgesellschaftliche Organisationen reagierten regelmäßig mit Schweigen auf den islamistischen Terror. Es werde „höchste Zeit, den Problemen der Zuwanderungsgesellschaft offen ins Auge zu sehen und sich nicht durch haltlose Vorwürfe einer angeblichen Islamfeindlichkeit, ,Islamophobie‘ oder des ,antimuslimischen Rassismus‘ einschüchtern zu lassen“, so der Aufruf. In einem ersten Schritt müssten die Strukturen des politischen Islams in Deutschland und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft wissenschaftlich erforscht werden. Darüber hinaus müssten staatliche und politische Institutionen die Zusammenarbeit mit Vertretern und Organisationen des politischen Islams beenden. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören der islamische Theologe Mouhanad Khorchide (Münster), der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour (Berlin), die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Bonn), die Ethnologin und Islamforscherin Susanne Schröter (Frankfurt am Main), der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann (Paderborn), der frühere Referent für Islamfragen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Pfarrer Friedmann Eißler (Berlin), die katholische Publizistin Birgit Kelle, der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries (Hamburg) und der bayerische CSU-Landtagsabgeordnete Winfried Bausback (Aschaffenburg).