16.04.2021

Nordkorea: Menschenrechtsgruppen fordern erneute Überprüfung der Menschenrechtsverletzungen

Washington, D.C. (International Christian Concern)/ 15.04.2021  - Eine Koalition von Menschenrechtsgruppen, darunter International Christian Concern, hat einen am Mittwoch veröffentlichten Brief unterzeichnet, in dem Präsident Biden aufgefordert wird, den Menschenrechten in Nordkorea neue Priorität einzuräumen. Human Rights Watch, eine Organisation zur Überwachung der Menschenrechte, initiierte den Brief, der auch von zehn anderen Organisationen unterzeichnet wurde, darunter Christian Solidarity Worldwide, Jubilee Campaign und die North Korea Freedom Coalition.

Die Unterzeichner forderten Biden auf, der Förderung von Rechten und Freiheiten in Nordkorea Priorität einzuräumen - Themen, die ihrer Meinung nach "zu oft in den Hintergrund gedrängt werden", während Sicherheitsthemen wie die Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen in den Vordergrund gerückt werden.

Der Brief fordert Südkorea auf, eine stärkere Rolle im Kampf für die Menschenrechte in Nordkorea zu übernehmen, nachdem es Anzeichen dafür gibt, dass sich Südkorea dem nordkoreanischen Druck beugt, anstatt Gegendruck auszuüben.  Er drängt auch auf verstärkte Maßnahmen zur Einhaltung der Menschenrechte in Nordkorea sowohl auf UN-Ebene als auch bei zukünftigen bilateralen Treffen mit Nordkorea. "Für die Vereinigten Staaten müssen die Menschenrechte Teil der diplomatischen Verhandlungen sein."

Verfechter der Religionsfreiheit auf der ganzen Welt haben seit langem auf die Gräueltaten in Nordkorea aufmerksam gemacht. Das autoritäre Regime, das derzeit von Kim Jong-un geführt wird, verfolgt aggressiv jeden, von dem man meint, er würde gegen die Interessen des Staates arbeiten. Handlungen, die so schlicht sind wie das Beten, das Reden über die Bibel und das Teilen des eigenen Glaubens, können zu Schlägen, jahrelanger Haft und sogar Folter führen.

Ein aktueller UN-Bericht hebt mehrere Bereiche hervor, die besonders besorgniserregend sind, darunter die extrem harten Bedingungen im Gefängniswesen des Landes und die Folterung von Gefangenen aus Gewissensgründen. Die nordkoreanische Regierung, so heißt es in dem Bericht, "führt einen systematischen und weitreichenden Kampf gegen Menschen, die als Bedrohung für das politische System und die Führung des Landes angesehen werden, einschließlich Menschen, die ihre Religion ausüben." Als Teil dieses Kampfes werden Menschen, die ihre Religion ausüben, "systematisch ohne ein ordentliches Verfahren inhaftiert und sind einer harten Behandlung ausgesetzt, weil sie grundlegende Menschenrechte ausüben."

Zusätzlich zu den Angriffen auf Christen und Mitglieder anderer religiöser Gruppen zeigen Untersuchungen, dass schwangere Gefangene besonders hart behandelt werden, einschließlich Zwangsarbeit und Zwangsabtreibungen. In mehreren Fällen zwangen die Wärter die Mütter, bei der Tötung ihrer eigenen Kinder zuzusehen oder daran teilzunehmen.

Es ist unerlässlich, dass sich die internationale Gemeinschaft, einschließlich Südkorea, zusammenschließt, um die Förderung der Menschenrechte in Nordkorea voranzutreiben. Die vielen unschuldig verfolgten Zivilisten in Nordkorea haben das verdient.

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.or

Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF