19.04.2021

Somaliland: Anklagen gegen Konvertiten und Deportationen

Nach einer zweitägigen Verschiebung hatten mehrere seit Januar inhaftierte Personen heute (19. April) ihre erste Anhörung in Hargeisa in Anwesenheit verschiedener internationaler Beobachter.

MEC/AKREF/19.04.2021 - Nach einer zweitägigen Verschiebung hatten mehrere seit Januar inhaftierte Personen heute (19. April) ihre erste Anhörung in Hargeisa in Anwesenheit verschiedener internationaler Beobachter. Ihnen werden Vergehen gegen die Staatsreligion (Islam) und Anstiftung zum Ungehorsam gegen Gesetze zur öffentlichen Ordnung vorgeworfen.

Drei von ihnen werden außerdem der Apostasie sowie der Verbreitung und Lehre des Christentums angeklagt. 

Die Anklagen folgten auf Razzien am 21. und 22. Januar 2021, bei denen die Polizei Mohamed, Hamdi, eine äthiopische Frau, Aster und Hamdi A, eine somalische Frau, verhaftete. Das Baby von Mohamed und Hamdi wurde mit ihnen festgenommen. Ihre Anhörung wird am 27. April fortgesetzt. Im Februar fanden weitere Verhaftungen statt.

Am 17. April wurden Aster, Hamdi A. und ein äthiopischer Mann freigelassen und abgeschoben.

Im September 2020 wurde ein weiteres christliches Ehepaar verhaftet und später nach Somalia abgeschoben.

Somalische Christen bitten weiterhin um Gebet:

- Dass sie Gott für die Freilassung der beiden Äthiopier und Hamdi A. und für ihre körperliche und seelische Genesung danken

- Dass die verbleibenden Inhaftierten, einschließlich Mohamed und Hamdi, Gottes Nähe und Kraft erfahren, besonders während der Gerichtsverhandlungen

- Für einen fairen Prozess, dass die laufenden Bemühungen der Anwaltschaft Früchte tragen und dass die Inhaftierten bald freigelassen werden.

- Um Kraft, Weisheit und Kühnheit für den Anwalt, der die im Januar Verhafteten vertritt.

 Sie können dieses Gebetsanliegen auf der Website der MEC aufrufen, indem Sie hier klicken.