26.04.2021

Libanon: Christen haben möglicherweise keinen Ort mehr, an den sie gehen können

International Christian Concern/27.04.2021  - Die Korruption der Regierung, die Destabilisierung der Währung und die jüngsten Ereignisse wie die Explosionen in Beirut treiben den Libanon weiter in die finanzielle Ungewissheit und in die Gefahr des Staatszerfalls. Das würde bedeuten, dass die Christen im Nahen Osten keinen sicheren Zufluchtsort mehr haben. Der Libanon hat eine fast 40%ige christliche Bevölkerung und beherbergt christliche Minderheiten, die vor Konflikten in anderen Teilen der Region fliehen.

Da das Land vor dem finanziellen Aus steht, ziehen internationale Banken ihre Geschäfte zurück. Hilfsorganisationen warnten, dass dem Libanon eine komplette Staatspleite bevorstehen könnte, ein finanzieller Zusammenbruch, der internationale und westliche Märkte beeinflussen würde. Experten empfehlen, dass die Stabilisierung der Währung der beste erste Schritt wäre. Der Libanon wird üblicherweise als Vermittler zwischen dem christlichen Westen und dem islamischen Nahen Osten gesehen und rühmte sich bisher mit seiner vorbildlichen finanziellen Stabilität.

Nach der Explosion in Beirut im August 2020 versuchten viele Christen, das Land zu verlassen, um ein neues Leben zu beginnen. Eine Hilfsorganisation, IDC, schätzt, dass etwa 60 % der libanesischen Bürger unterhalb der Armutsgrenze leben. Während die Christen vor der Verfolgung in anderen Ländern fliehen, entzieht sich ihnen im Libanon weiterhin die wirtschaftliche und politische Stabilität.

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.or

Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF