06.11.2026
Nigeria: Auf der Flucht vor Terroristen
Lydia überlebt
Lydia* und ihre Familie mussten fliehen, als Dschihadisten ihr Dorf angriffen. Zunächst suchten sie Schutz in den Bergen. Danach im Wald. Doch egal, wo sie landeten: Nach kurzer Zeit kamen die bärtigen Männer. Sie fuhren in ihren Jeeps an und schossen wild um sich.
Lydia erinnert sich: «Ich hatte wahnsinnige Angst. Wir legten uns auf den Boden, schrien und flehten Gott an, uns vor den Kugeln zu beschützen.»
Lydia und die anderen Flüchtlinge überstanden die Angriffe. Schliesslich erreichten sie ein sicheres Flüchtlingslager. Die junge Frau sagt mit hörbar gezeichneter Stimme: «Ich bin Gott so dankbar, dass ich all das überlebt habe!»
Im Norden Nigerias werden Christen und moderate Muslime fast täglich von islamistischen Gruppen angegriffen. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 3500 Christen von Terroristen und Kriminellen getötet. Es ist nicht nur ein ethnischer Konflikt: Sowohl die Volksgruppe wie auch die Religion spielen bei den Angriffen eine grosse Rolle.
Die HMK unterstützt verfolgte Christen aus dem Norden Nigerias zum Beispiel durch Bildungsprogramme, Kleinstkredite oder Traumakurse. Ausserdem pflegt sie Kontakt zu politischen Kreisen mit dem Ziel, die Sicherheit der Christen zu verbessern.