02.07.2020

Deutschland: Messerangriff in Auer Pfarrhaus: Urteile stehen fest

Landgericht Chemnitz verhängte Bewährungsstrafe gegen 17-jährigen Syrer


Chemnitz/Aue (idea) – Ende Dezember hatte ein Messerangriff auf einen ehrenamtlichen Helfer einer Weihnachtsfeier für Hilfsbedürftige in Aue für Aufsehen gesorgt. Anmerkung: AKREF berichtete) Nun hat das Landgericht Chemnitz den jugendlichen Haupttäter, einen 17-Jährigen Syrer, wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Sein 54-jähriger Vater erhielt aus gleichem Grund eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Sie gilt durch die Untersuchungshaft als abgegolten. Ein dritter Angeklagter aus dem Libanon wurde freigesprochen. Bei der Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen St.-Nicolai-Kirchgemeinde war am 24. Dezember 2019 ein 51-Jähriger durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt worden. Laut Pfarrer Jörgen Schubert hatte er einen Streit zwischen einer Gruppe von Männern aus Syrien und einem Iraner schlichten wollen. Dabei habe ihm einer der Beteiligten ein Messer in den Bauch gestoßen. Der Mitarbeiter musste notoperiert werden. An der Weihnachtsfeier hatten rund 100 Besucher unterschiedlicher Nationalitäten und 30 ehrenamtliche Helfer aus der Gemeinde teilgenommen. Sie wird seit 17 Jahren veranstaltet. Dem 51-jährigen Mitarbeiter geht es mittlerweile wieder besser. Bei der Verhandlung trat er als Nebenkläger auf. Wie er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, haben sich die Täter inzwischen bei ihm entschuldigt. Jedoch seien die Aussagen der Zeugen im Prozess nicht so übereinstimmend gewesen, wie er es sich erhofft habe. Das Urteil beschäftige ihn darum noch. „Erst mal beten und dann weitersehen“, so sein Fazit.