16.12.2011
China: Verschiedene Informationen
Brutaler in Überfall auf Chen Guangchen
[CA] Inzwischen sind Details über den brutalen Überfall durch Behördenvertreter auf den blinden Menschenrechtsanwalt CHEN Guangchen und seine Frau am 28. Juli bekanntgeworden. Chen gelang es am 25. Juli von seiner Wohnung aus ein Telefonat zu führen, obwohl die Behörden alle Kommunikationswege gesperrt hatten. Das Telefonat wurde aber von den Behörden abgefangen und deshalb erschienen Beamte am 28. Juli, um herauszubekommen, auf welchem Weg Chen diese Telefonate gelangen. Als er die Aussage weigerte, wurden er und seine Frau vier Stunden lang körperlich so schwer attackiert, dass anschließend ein Arzt gerufen werden musste. Einziger Zeuge dieses Überfalls war die Tochter der Familie, die noch ein Grundschulkind ist.
Studentenversammlung verboten in der Inneren Mongolei
[CA] In Ulanquab in der Inneren Mongolei wurde Mitte September eine Versammlung christlicher Studenten verboten und deren Leiter für 15 Tage festgesetzt mit der Begründung, er habe eine "illegale religiöse Organisation gegründet und eine illegale Evangelisation" abgehalten.
Erstmals Hauskirchenchristen in Tibet verhaftet
[CA] Bereits im Oktober wurden in Lhasa in Tibet 10 Hauskirchenchristen und ihr aus der Provinz Henan stammender Leiter verhaftet und erst nach rund 4 Wochen wieder aus der haft entlassen. Es wurde Ihnen vorgeworfen, einem "bösen Kult" anzugehören, ein Vorwurf, der üblicherweise den Angehörigen der staatsfeindlichen Falun-Gong-Bewegung gemacht wird.
DING Mao aus der Haft entlassen
[CA] Der Menschenrechtsanwalt DING Mao, der sich u. a. im Internet für eine "Jasmin-Revolution" eingesetzt hatte, ist am 2. Dezember nach 10-monatiger Haft entlassen worden und befindet sich für die dauer der nächsten 6 Monate nun unter Hausarrest.
Quelle: China – Informationen 2011 – 15,16