27.12.2011
Nigeria: Hoffnungszeichen verurteilt Anschläge auf Christen
Hoffnungszeichen befürchtet eine weitere Eskalation der Gewalt
Nigeria: Hoffnungszeichen verurteilt Anschläge auf Christen
Hoffnungszeichen befürchtet eine weitere Eskalation der Gewalt
(Singen, 27. Dezember 2011) Zu den Bombenanschlägen in Nigeria, bei denen am ersten Weihnachtsfeiertag mindestens 40 Menschen getötet wurden, erklärt der Erste Vorstand von Hoffnungszeichen, Reimund Reubelt:
„Diese feigen Mordanschläge sind an Grausamkeit und Heimtücke kaum zu übertreffen. Der blinde und wütende Hass zeigt keinerlei Respekt vor dem menschlichen Leben. Christen, die an Weihnachten die Kirche besuchen, um gemeinsam das Fest des Friedens zu feiern, wurden abermals zur Zielscheibe religiös verblendeter Gewalt. Die radikalislamische Boko-Haram-Sekte, die sich zu den Anschlägen bekannt hat, ist für ihre Bereitschaft zu äußerster Grausamkeit bekannt.
Im Rahmen unserer Menschenrechtsarbeit beobachten wir seit vielen Jahren die Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in Nigeria. Der Konflikt zwischen radikalen Teilen beider Parteien ist schon seit langem in einer Spirale der Gewalt eskaliert. Diese verabscheuenswerte Eskalation der Gewalt, deren jüngste Spitze wir am ersten Weihnachtsfeiertag mit ansehen mussten, bringt unendliches Leid über die Überlebenden und über die Familien der Hinterbliebenen. Ihnen gilt unser Mitgefühl.
Wichtig ist nun, dass die nigerianischen Behörden die Verantwortlichen für diese menschenverachtenden Anschläge vollumfänglich und schnell zur Rechenschaft ziehen. Nur so kann die nun zu befürchtende Gegengewalt wirkungsvoll verhindert werden. Blutige Anschläge wie die vom ersten Weihnachtsfeiertag bergen in Nigeria das Potenzial, den fatalen Funken in das Pulverfass des religiösen Hasses zu geben. Dies ist nun unbedingt zu vermeiden.“
Am 25. Dezember 2011 fanden bei mehreren Anschlägen auf christliche Kirchen Nigerias heftige Explosionen statt. Einsatzkräfte bargen allein aus einer von einem Anschlag getroffenen katholischen Kirche in der Nähe der nigerianischen Hauptstadt Abuja 35 Tote, wie der britische Sender BBC berichtete. Die radikalislamische Sekte Boko Haram bekannte sich zu den Anschlägen. Diese Sekte bezeichnet sich als „nigerianische Taliban“ und lehnt westliche Lebensformen ab. In Abuja hätten viele Christen frühzeitig die Weihnachtsmessen aus Angst vor weiteren Anschlägen verlassen, berichteten nigerianische Medien.
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Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. ist eine überkonfessionelle Menschenrechts- und Hilfsorganisation. Im Mittelpunkt steht die weltweite Hilfe für Bedrängte.
Für weitere Informationen: Klaus Stieglitz, Zweiter Vorstand und Menschenrechtsbeauftragter stieglitz@hoffnungszeichen.de, Mobil: 0162 416 48 58