29.12.2011

Deutschland: Politik muss sich „konsequenter“ mit Christenverfolgungen auseinandersetzen

Kauder: Bisher keine UN-Resolution zu diesem Thema

Deutschland: Politik muss sich „konsequenter“ mit Christenverfolgungen auseinandersetzen

Kauder: Bisher keine UN-Resolution zu diesem Thema

Berlin (idea) – Für eindeutige Reaktionen auf Christenverfolgungen in muslimischen Ländern hat sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (Berlin), ausgesprochen. Im Deutschlandradio (Berlin) sagte er, die Politik müsse sich „jetzt konsequenter mit dieser wirklich ernsten Lage für Christen in der ganzen Welt“ auseinandersetzen. Er werde sich dafür einsetzten, dass das Thema von der UN-Vollversammlung und dem Europarat behandelt werde. Laut Kauder gibt es bisher noch keine UN-Resolution gegen Christenverfolgungen. Der Politiker räumte ein, dass das Wort Christenverfolgung nicht überall angemessen sei: „Wir müssen davon reden, dass Christen verfolgt werden und dass Christen das Leben sehr schwer gemacht wird bis dahin, dass sie ihre Religion nicht ausüben können.“

Für „einen intensiven Dialog mit Muslimen“

Kauder zufolge lässt sich die Situation in Ländern, in denen Christen bedrängt werden, zum einen dadurch verbessern, dass die dortigen Regierungen für das Recht und den Schutz von Christen eintreten. Zum anderen müsse „ein intensiver Dialog mit Muslimen“ darüber geführt werden, wie sich „der Islam als eine friedfertige Religion darstellen“ könne. Ferner forderte Kauder, die Freiheit von Christen stärker anzumahnen: Im politischen Dialog mit Ägypten müsse beispielsweise dargelegt werden, dass zu der von der neuen Regierung gewünschten wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch die Garantie gehöre, „dass im eigenen Land Sicherheit herrscht, dass Religionsfreiheit besteht, dass die Christen geschützt werden.“ Bei Besuchen in China treffe er sich auch mit Angehörigen von  Religionsgemeinschaften, etwa katholischen oder evangelikalen Gruppen, sagte Kauder. Der Regierung der Volksrepublik versuche er, deutlich zu machen, dass Religionsfreiheit und die Freiheit des Einzelnen nicht den Zusammenhalt des Landes gefährden, sondern helfen, „dass Menschen persönlich ihre Identität mit ihrem Gott suchen und erleben“ können.