01.04.2012
Deutschland: Hamburger Ostermarsch für iranischen Pastor
CDU-Generalsekretär: Am Auferstehungsfest gegen Todesstrafe eintreten
Deutschland: Hamburger Ostermarsch für iranischen Pastor
CDU-Generalsekretär: Am Auferstehungsfest gegen Todesstrafe eintreten
Hamburg (idea) – In Hamburg steuern die Demonstrationen für die Freilassung des zum Tode verurteilten iranischen Pastors Youcef Nadarkhani einem Höhepunkt zu. Am 7. April, dem Sonnabend vor Ostern, veranstaltet die Ortsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Unterstützung der Evangelischen Allianz und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) einen Ostermarsch für den 34-jährigen evangelikalen Geistlichen. Der frühere Muslim sitzt in einer Todeszelle in Rascht, weil er als 19-Jähriger den christlichen Glauben angenommen hat. In einem schriftlichen Grußwort zum Ostermarsch fordert CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe Nadarkhanis Freilassung. Die Anschuldigungen des „Abfalls vom islamischen Glauben“ und der „Verbreitung nicht-islamsicher Lehren“ rechtfertigten keine Strafe – schon gar nicht die Todesstrafe, die Gröhe ohnehin ablehnt. Der Iran verstoße damit gegen völkerrechtlich verbindliche Abkommen. Das gelte auch für die Tatsache, dass Nadarkhani sein Leben nur retten könne, indem er sich vom christlichen Glauben lossage. Gröhe erinnert daran, dass Christen an Ostern die Auferstehung Christi von den Toten feiern: „Ich freue mich, dass in Hamburg Menschen zusammenkommen, um gerade an diesem Tag dafür einzutreten, dass die Todesstrafe für Pastor Nadarkhani aufgehoben wird.“
37.000 Unterschriften für Nadarkhani
Seit September veranstaltet die IGFM in Hamburg fast an jedem Sonnabend Mahnwachen für Nadarkhani. Sie hat inzwischen über 37.000 Unterschriften für seine Freilassung gesammelt. Beim Ostermarsch werden unter anderen der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Hamburg, Pastor Matthias C. Wolff, und Pastor Dietmar Lütz vom Vorstand der ACK sprechen. Der Marsch beginnt um 15.45 Uhr am Hachmannplatz/Kirchenallee gegenüber dem Deutschen Schauspielhaus und führt zum Rathausmarkt mit anschließender Kundgebung.