02.04.2012

Deutschland/Iran: Bundespräsident besorgt über Schicksal des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani

Bundespräsident besorgt über inhaftierten iranischen Pastor

Deutschland/Iran: Bundespräsident besorgt über Schicksal des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani

Bundespräsident besorgt über inhaftierten iranischen Pastor

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Berlin/Hamburg (idea) – Das Schicksal des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani erfüllen Bundespräsident Joachim Gauck sowie die Bundesregierung mit großer Sorge. Menschenrechtsorganisationen zufolge ist der 34-jährige frühere Leiter einer Untergrundgemeinde wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ zum Tode verurteilt und sitzt in einem Gefängnis in Rascht ein.

Wie das Bundespräsidialamt einem Unterstützer der Demonstrationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung des Pastors mitteilte, verfolge man die Entwicklungen im Iran sehr genau; man werde sich „auch in Zukunft für Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen“. Das Bundeskanzleramt und das Auswärtige Amt hätten den iranischen Botschafter, Scheich Reza Attar, einbestellt und ihm „die dringende Aufforderung“ übermittelt, dass Teheran auf die Vollstreckung des Todesurteils verzichte. Auch der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), habe den Iran zur Freilassung Nadarkhanis aufgerufen und mehrfach an die völkerrechtliche Verpflichtung erinnert, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit zu achten. Attar bestreitet, dass Nadarkhani zum Tode verurteilt sei oder ihm die Hinrichtung drohe, wie der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, Tom Koenigs (Bündnis 90/Die Grünen), mitteilte. Das Verfahren laufe noch. Dem Pastor werde lediglich unter anderem vorgeworfen, eine ungenehmigte Hauskirche gegründet zu haben, so Attar.