02.04.2012

Deutschland/Israel: Demos in Stuttgart gegen „Marsch auf Jeruslam“

Gegner und Freunde Israels gehen auf die Straße

Deutschland/Israel: Demos in Stuttgart gegen „Marsch auf Jeruslam“

Gegner und Freunde Israels gehen auf die Straße

Stuttgart (idea) – Gegner und Freunde Israels sind in Stuttgart auf die Straße gegangen. Anlass war der weltweite Aktionstag „Marsch auf Jerusalem“ am 30. März. In den palästinensischen Autonomiegebieten sowie in Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten demonstrierten mehrere zehntausend Menschen gegen Israel. Dabei blieb es weitgehend friedlich. Am Kontrollpunkt Kalandia nördlich von Jerusalem kam es zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen israelischen Sicherheitskräften und palästinensischen Demonstranten. Ursprünglich hatten die Organisatoren des Jerusalem-Marsches mit mehr als einer Million Teilnehmern gerechnet. In der Stuttgarter Innenstadt unterstützten palästinensische Solidaritätskomitees, die Links-Partei und die Marxistisch-Leninistische Partei den Protest „gegen die Vernichtung der Lebensgrundlagen der Palästinenser“. Vor rund 100 Zuhörern kritisierten Redner den „Aggressorstaat Israel“, „geistesgestörte Siedler“ und „Landraub“. Ebenfalls etwa 100 Bürger waren dem Aufruf der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gefolgt, Solidarität mit Israel zu bekunden. Ihr Motto lautete „Wer Israel dämonisiert, macht sich zum Handlanger derer, die den jüdischen Staat ausradieren wollen.“ Die Vorsitzende der Regionalgruppe Mittlerer Neckar, Bärbel Illi (Ostfildern), warf den Unterstützern des Jerusalem-Marsches vor, „moderne Antisemitisten“ zu sein. Sie verleumdeten Israel als Bedrohung für den Weltfrieden. Illi warb um Verständnis für die israelische Politik. Der Sicherheitszaun, den Palästinenser mit der früheren Berliner Mauer verglichen, diene nur dazu, das Eindringen arabischer Terroristen zu verhindern.