03.04.2012

Deutschland: Was das Christentum von anderen Religionen unterscheidet

Bis zu 700 Besucher bei Vortragsreihe der Bekenntnisbewegung in Ostwestfalen

Lübbecke (idea) – Auf reges Interesse ist eine Veranstaltungsreihe der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ in Ostwestfalen gestoßen. Dazu hatte ihr örtlicher Arbeitskreis Lübbecke eingeladen. Zu vier Vorträgen unter dem Motto „Zeitfragen – Streitfragen“ kamen im Februar und März jeweils bis zu 700 Besucher. Zum Abschluss ging es um die Frage „Sind alle Religionen gleich?“ Referent war der frühere Direktor an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig). Wie er sagte, muss sich der Mensch im Christentum – im Unterschied zu anderen Religionen – nicht emporarbeiten: „Gott kommt in Jesus Christus nach unten.“ Insofern hätten Christen einen „herunter gekommenen Gott“. Anhänger der nichtchristlichen Religionen müssten sich dagegen anstrengen, um ihrer Gottheit näher zu kommen. Gitt: „Aber die endgültige Gewissheit eines ewigen Heils gibt es trotz aller Anstrengungen nicht.“ Dagegen dürften Christen mit den Bruchstücken ihres Lebens, ihrem Versagen und aller Schuld zu Gott kommen. 

Christen in Nordkorea gelten als Staatsfeinde

Bei den übrigen Vortragsabenden ging es unter anderem um verfolgte Christen. Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Hilfswerks Open Doors Deutschland, Gunnar Garms (Kelkheim bei Frankfurt am Main), berichtete, dass Christen in Nordkorea als Staatsfeinde gelten: „Wird ihr Glaube entdeckt, kommen sie mitsamt ihrer Familie bis zum Lebensende in Arbeitslager.“ Der Missionsinspektor der Evangelischen Karmelmission, Stefano Fehr (Schorndorf bei Stuttgart), sprach über „Christsein im islamischen Machtbereich“. Dabei sagte er im Blick auf den christlich-islamischen Dialog: „Oft staunen Muslime, mit welcher Leichtigkeit westliche Kirchenvertreter bereit sind, Kompromisse auf Kosten der Wahrheit zu machen.“ Solche Christen seien in den Augen der Muslime nicht etwa großmütig, tolerant und fortschrittlich: Sie würden entweder als Heuchler oder aber als Vertreter einer Religion betrachtet, die es offensichtlich nicht wert sei, „sich hundertprozentig zu ihr zu stellen“.