04.04.2012
Türkei: Völkermordkonvention der Vereinten Nationen
Zum Gedenken an den 24.April 1915
Der durch die Völkermordkonvention der Vereinten Nationen anerkannte Genozid wird in der Republik Türkei bis heute von staatlicher Seite abgestritten.
Aghet – Ein Völkermord ist ein Dokumentarfilm von Eric Friedler über den Völkermord an den Armeniern, der während des Ersten Weltkriegs durch das zwischen 1908 und 1918 regierende Komitee für Einheit und Fortschritt im Osmanischen Reich veranlasst und durchgeführt wurde.
Türkische Bürger, wie beispielhaft der Nobelpreisträger Orhan Pamuk, die sich dafür einsetzen eine historische Anerkennung des Genozids zu erreichen, können bis heute nach dem Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches durch Geld- oder Haftstrafen bestraft werden. Der Film beleuchtet Hintergründe und Beweggründe für dieses Verschweigen historischer Tatsachen und zeichnet den Verlauf des Völkermordes auf der Grundlage zahlreicher historischer Quellen nach. Die Dokumentation entstand 2009 nach mehrjährigen umfangreichen Recherchen.
Er wurde von Katharina Trebitsch und Markus Trebitsch, Sohn und Tochter von Gyula Trebitsch, für den Norddeutschen Rundfunk produziert.
Der Film versucht nach Darstellung des Norddeutschen Rundfunks einen Teil der frühen Geschichte des 20. Jahrhunderts dem "Totenreich alles Geschehenen zu entreißen (...)