14.04.2012

Nordafrika: Aus dem arabischen wird ein islamischer Frühling

AKREF/ „In den Umbruchländern sind die Islamisten auf dem Vormarsch.“  wie in der Frankfurter Rundschau vom 13.4.12 zu lesen ist. Der Nordafrika-Experte Hanspeter Mattes gab ein Statement zu den Entwicklungen in Marokko, Tunesien und Ägypten und stellte u.a. die Frage:

Wer sind die Hauptverlierer der Umbrüche?

Antwort:

„Vor allem die Frauen, deren Rechte unterminiert werden. Auch die Künstler. Zum Beispiel haben vor Ostern Salafisten das Theater im Zentrum von Tunis gestürmt, weil dort angeblich unislamische Stücke aufgeführt würden. Dann werden alle Minderheiten zu den Verlierern gehören, ob ethnische oder religiöse, die Kopten in Ägypten, die Christen oder die Juden in Tunis, die bereits mit dem Tode bedroht und auf deren Friedhöfen Gräber geschändet werden.

Lediglich Marokko hat den Vorteil, dass es dort relativ ruhig ist und es bisher noch keine Gewaltausbrüche gab.

In Tunesien wurden am Freitag zwei junge Männer zu siebeneinhalb Jahren verurteilt. Beide hatten Karikaturen des Propheten Mohammed auf Facebook veröffentlicht und sollen damit angeblich gegen die öffentliche Moral verstoßen haben. „Das ist nur ein Fall von vielen Prozessen wegen angeblicher Verletzung religiöser Gefühle“, schreibt Mattes. In den arabischen Umbruch-Ländern seien die Islamisten überall auf dem Vormarsch. Die Christen haben es in diesen Zeiten schwer.

Quelle: www.fr-online.de/aufruhr-in-arabien