18.04.2012
Iran: Pastor Youcef Nadarkhanis wurde 35
Seit 913 Tagen befindet sich der iranische Pastor unschuldig in Haft, seit Monaten sogar bereits unter der Drohung der Todesstrafe. Nun wurde er 35 und feiert zum dritten Mal seinen Geburtstag im Gefängnis.
Unterschriftenaktionen, Mahnwachen, ein Ostermarsch in Hamburg und Solidaritäts-Schreiben und -Gebete auf der ganzen Welt begleiten diesen Gottesmann, der den christlichen Glauben nicht verlässt, wozu ihn die Behörden des Iran mehrfach als Bedingung für eine Freilassung aufgefordert haben. Sein “Verbrechen” ? Das Verlassen des Islam als 19-jähriger und die Annahme Jesus Christus als seinen Erlöser. Alle anderen pseudo-juristischen Begriffs-Verwirrungen sind nur Vorwände, um das Todesurteil gegen Nadarkhani aufrechterhalten zu können.
Überraschend wurd vom “American Center for Law and Justice” (ACLJ) bekannt, dass ihm tatsächlich gestattet wurde, seine Frau und seine zwei Söhne zu sehen. Der seit mehr als zwei-einhalb Jahren wegen “Apostasie”, also Abfalls vom Islam, inhaftierte Geistliche erhält nur selten Privatbesuch und so ist es eine große Freude, dass diese seriöse Quelle den Familienbesuch bestätigt. Ob der Gottesmann jemals seine Familie wieder in Freiheit in die Arme schliessen darf, weiss jedoch derzeit nur Gott allein. Er sitzt in der Todeszelle und nur durch ein Wunder Gottes wird er dieses Gefängnis als lebender Mensch wieder verlassen.
Auch der Zugang Youcef Nadarkhanis zu seinen Anwälten, ist streng begrenzt und so ist es ebenfalls gut zu wissen, dass auch ein Treffen mit seinen juristischen Beratern stattgefunden hat. Internet-Portale oder Menschenrechtsgruppen transportieren seit 2011 immer mal wieder eine Vollzugsmeldung. Wir können nur darüber spekulieren, wer davon profitiert und mit den Ängsten der um Pastor Youcefs Leben besorgten Menschenrechtler und Christen spielt. Nach dem “Cui Bono”-Prinzip kann nur vermutet werden, dass der iranische Nachrichtendienst solche Dinge in die Welt setzt, um den Fall Nadarkhani, der dem Iran hochgradig peinlich sein muss, herunterzuspielen.
Das ACLJ gibt bekannt, dass sie glaubhafte Nachrichten haben, mit dem Datum vom 17. April 2012 ist Youcef Nadarkhani noch am Leben. Wenn wir hier aus Deutschland heraus schon sonst nicht viel für diesen großen Widerständler gegen die Angriffe seines eigenen Landes tun können, dann sollten wir wenn möglich an den regelmäßigen Veranstaltungen, den Mahnwachen für Bruder Youcef, teilnehmen.
Termine:
Mittwoch, 18. April 2012, Frankfurt/Main: Hauptwache vor der Katharinenkirche, 10.00 – 16.00 Uhr,
- Mittwoch, 25. April 2012, Würzburg: Marienkirche, unterer Markt,
10.00 – 12.00 Uhr, - Mittwoch, 25. April 2012, Bamberg: Grüner Markt, 14.30 – 16.00 Uhr
- UND bis auf weiteres: JEDEN SAMSTAG in 20095 Hamburg, 15 – 16.30 Uhr, am Mönckebergbrunnen in der Mönkeberg Straße !
Bitte sprechen Sie Freunde, Bekannte, Mitglieder Ihres Hauskreises und Ihrer Gemeinde darauf an und wer immer es möglich machen kann, sollte an einer Mahnwache zu Gunsten Youcefs teilnehmen. Durch die Teilnehmerzahlen erringen wir vielleicht Medien-Interesse für diesen mutigen Mann und können weitere Unterschriften für die Petitionen gewinnen. Das schlimmste, was in diesem Fall passieren könnte, ist, dass dieses exemplarische Schicksal in Vergessenheit gerät. Auch wissen viele Menschen nichts über die aktuelle Christenverfolgung und halten diesen Begriff für eine Qualität aus der Zeit vor der “Konstantinischen Wende”. Das muss ein Ende haben und der Fall Nadakhani ist ein konkretes Einzelschicksal, an Hand dessen man Interesse am Thema und an der Arbeit von Gruppen wie z.B. IGFM, HMK e.V. oder Open Doors Deutschland e.V. wecken könnte.
Quelle: “ACLJ” und Berliner Gebetskreis