26.04.2012
Eritrea: 21 Christen bei Gottesdienst verhaftet
Lehrer sind zur Strafe in Metallcontainer eingesperrt
Eritrea: 21 Christen bei Gottesdienst verhaftet
Lehrer sind zur Strafe in Metallcontainer eingesperrt
Asmara (idea) – In Eritrea sind 21 Christen verhaftet worden, weil sie heimlich Gottesdienst gefeiert haben. Sie wurden in Schiffscontainer eingesperrt und hart bestraft. Wie das Hilfswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main) jetzt mitteilte, wurden die elf Lehrerinnen und zehn Lehrer bereits am Karfreitag (6. April) im Militärausbildungslager Sawa nahe der Grenze zum Sudan festgenommen. In dem nordostafrikanischen Land geht das diktatorische Regime von Staatspräsident Issayas Afewerki gegen Christen vor, die nicht zu staatlich anerkannten Kirchen gehören. Schätzungsweise seien rund 1.000 Personen in Polizeistationen, Militärlagern oder Frachtcontainern eingesperrt, so Open Doors. Seit 2002 sind in Eritrea nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner und der sunnitische Islam anerkannt. Von den rund fünf Millionen Einwohnern sind 50 Prozent Muslime und 47 Prozent Christen. 1,9 Prozent sind Nicht-Religiöse und der Rest Anhänger von Naturreligionen.