07.02.2012

Nigeria: Christen fliehen

vor anhaltenden tödlichen Angriffen

Nigeria: Christen fliehen

vor anhaltenden tödlichen Angriffen

Die anhaltende tödliche Kampagne der Terrorgruppe Boko Haram zwang bereits hunderte von Christen zur Flucht aus ihren Häusern im Norden Nigerias.

Es wurde berichtet, dass nach Boko Haram´s Ultimatum für die christliche Bevölkerung und den darauffolgenden Angriffen ganze Lastwagen voller Flüchtlinge den Bundesstaat Yobe verlassen haben, wo zwischen dem 10. und 11. Januar zwölf Christen erschossen worden waren. Nach Angriffen in Maiduguri im Bundesstaat Borno, Boko Harams geistiger Heimat, verliessen die Christen auch diese Region.

Die Terrorgruppe ist verantwortlich für eine Serie von koordinierten Bombenangriffen und Schießereien, gerichtet gegen Kirchen und den Sicherheitsdienst, bei denen am Weihnachtstag über vierzig Menschen in fünf Staaten getötet wurden. In Madalla, in der Nähe der Hauptstadt Abuja, verließen die Kirchengänger den Weihnachtsgottesdienst, als Terroristen Sprengstoffkörper in die Menschenmenge warfen. Über 35 Menschen wurden bei den Explosionen getötet.

Am 5. Januar 2012, kurz nach Ablauf des Ultimatums, stürmten bewaffnete Männer in eine Kirche in Gombe, der Hauptstadt des Bundesstaats Gombe, und erschossen mindestens acht Menschen während eines Gebetstreffens. Pastor Johnson Jauro sagte: „Wir hatten unsere Augen geschlossen und beteten zusammen, als bewaffnete Männer die Kirche stürmten und das Feuer eröffneten. Die Angreifer schossen durch die Kirchenfenster auf die versammelten Gläubigen und töteten viele, darunter auch meine Frau.“ Am nächsten Tag wurden 20 weitere Christen bei einer Trauerfeier für einen Mitchristen, der am Tag zuvor getötet worden war, erschossen. Ein Sprecher von Boko Haram hat sich zu einigen Anschlägen bekannt.

Ayo Oritsejafor, der Vorsitzende der Christian Association of Nigeria (ein Dachverband christlicher Kirchen und Organisationen in Nigeria) sagte am 7. Januar, dass die zunehmenden anti-christlichen Morde mehr und mehr „ethnischen und religiösen Säuberungen“ gleichen würden. Die Gewaltausschreitungen veranlassten Präsident Goodluck Jonathan dazu, in mehreren Krisengebieten den Ausnahmezustand zu erklären.

Quelle: Barnabasfund