11.02.2012
China: Protestantische Kirche und Hausgemeinden
China - Informationen
Zahlen zur Christenverfolgung im Jahr 2011
[CA] Die in den USA von Bob Fu, einem Dissidenten der Studentenunruhen von 1989, geleitete China Aid Association hat folgende Statistik über die Verfolgung von Christen im Jahr 2011 in China veröffentlicht:
Es sind 4 Personen verurteilt worden, das sind 1/3 weniger als im Jahr zuvor. Die Anzahl der Fälle von Verfolgung ist um 3% auf 93 angestiegen, wobei aber im vergangenen Jahr mit 4.322 rund 30% mehr Personen davon betroffen waren. Allerdings ist die Anzahl von Personen, die – meist nur kurzzeitig – festgenommen oder zur Befragung festgesetzt worden sind auf 1.289 angestiegen, was einer Steigerung um 130% entspricht.
Christliche Literatur verfügbar in China
[CT] Die im Jahr 1988 gegründete große Bibeldruckerei Amity-Press in Nanjing wird in diesem Jahr ein besonderes Fest feiern können: Die Fertigstellung der 100-millionsten Bibel seit dem Beginn der Produktion im Jahr ????. Neben der Herstellung von Bibeln hat diese Druckerei aber auch bereits mehr als 100.000 Exemplare christlicher Bücher von zwei amerikanischen Autoren (Rick Warren, "The Purpose of Driven Life", und Francine River, "Redeeming Love") für den Verkauf in China produziert. In jüngster Zeit hat sich jedoch ein neuer Weg zur Verteilung christlicher Literatur in China eröffnet, der Online-Versand. Über die Online-Händler Baojiayin und ZDL-Books können inzwischen rund 1.300 Titel bestellt und problemlos in China zugestellt werden. Da aber bei jungen Chinesen die englische Sprache weitaus populärer ist als die deutsche Sprache, handelt es sich praktisch aus-schließlich um Literatur englischsprachiger Autoren. Insbesondere unter Studenten herrscht großes Interesse an solcher Literatur.
Politik & Gesellschaft
Jahr des Drachens
Am 23. Januar hat in China das Jahr des Drachens begonnen. Das chine-sische Neujahrsfest ist das größte Fest des Jahres und zu diesem Fami-lienfest trifft sich die ganze Sippe. Deshalb kommt es in dieser Zeit zu einer enormen Verkehrsdichte und das neue Jahr wird überall mit einem kaum vorstellbaren Feuerwerk begrüßt. Einen kleinen Eindruck von einem sol-chen Feuerwerk erhalten Sie über den Link:
http://www.youtube.com/watch?v=t70gvMqLufg&feature=related
Umstrittene Todesstrafe
[SI] WU Ying, die 30-jährige ehemals 6-reichste Frau Chinas, wurde in der Provinz Zhejiang zur Todesstrafe verurteilt, weil sie von 11 Personen über 50 Mio. EUR geliehen hat, die sie nicht zurückzahlen konnte. WU hatte direkt nach der Schule begonnen, Schönheitssalons zu betreiben, in denen den Patienten tierische Plazenta injiziert wurde. Das Geschäft entwickelte sich prächtig und WU konnte bald auch in andere Geschäftsfelder investie-ren. Ihr Imperium hatte schließlich einen Wert von rund 500 Mio. Euro. Das harte Urteil hat zu sehr viel Kritik in China geführt, da nur die 11 Geldgeber und nicht die Gesellschaft durch das Vergehen geschädigt worden sind. Im vergangenen Jahr wurde wegen Bestechung die Todesstrafe an den beiden Parteisekretären der Städte Suzhou und Hangzhou vollzogen.
40 Jahre diplomatische Beziehungen
[XH] In diesem Jahr wird anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Beginns diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China ein "Jahr der Chinesischen Kultur" in Deutschland gefeiert. Am 31. Januar begann dieses Fest mit einem großen Konzert des Chinesischen Philharmonischen Orchesters in Berlin. Auf dem Programm stand neben der Tannhäuser-Ouvertüre auch ein chinesisches Violinkonzert und ein Tanz der legendären Peking Oper. Über 500 Veran-staltungen in 30 deutschen Städten sollen die Bedeutung des kulturellen Austausches zwischen den beiden Ländern unterstreichen. Der chinesi-sche Minister für Kultur, CAI Wu, betonte, diese Veranstaltungen sollen das Verständnis für chinesische Kultur in Deutschland fördern und zu einem fruchtbaren Dialog und Austausch von Künstlern führen. Die Veran-staltungen stehen unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des chinesi-schen Staatspräsidenten Hu Jintao und des deutschen Bundespräsidenten Wulff.
Unterschied der Reichen
[SI] Rupert Hoogewerf, ein Experte bezüglich der Auflistung der weltweit reichsten Personen, wies auf einen bemerkenswerten Unterschied der Reichen in der westlichen Welt und in China hin: Die westlichen Reichen haben i. d. R. einen großen Teil ihres Vermögens geerbt, während die chinesischen Reichen kein Vermögen geerbt, sondern selbst hart erarbeitet haben. 85% der chinesischen Reichen wollen ihre Kinder unbedingt im Ausland studieren lassen, wobei folgende 4 Länder bevorzugt werden: USA, Großbritannien, Australien und Kanada.
Die China-Informationen erscheinen in sporadischer Folge.
Die Inhalte sind i. d. R. englischsprachigen Informationsquellen entnommen, die als recht zuverlässig gelten.
Eine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen kann vom Versender jedoch nicht übernommen werden.
Die Originalinformationen sind oft sehr umfangreich und werden für die China-Informationen dann stark komprimiert.
Dadurch kann es vorkommen, dass der Sachverhalt nur sehr verkürzt wiedergegeben wird.
Es werden i. d. R. keine Berichte aufgenommen über Ereignisse in China, über welche auch renommierte deutscheMedien berichten.
Quelle: weissconsulting